Smart City
Auf dem Weg zur intelligenten Stadt ohne Stau

Weltweit soll es im Jahr 2050 doppelt so viele Kraftfahrzeuge geben wie heute. Auf den Straßen droht der Kollaps. Von der Innenstadt bis zur Autobahn sollen intelligente Verkehrslösungen für freie Fahrt sorgen.
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KölnFahrer von Krankenwagen sehen im nordenglischen Newcastle seltener rot. Aber nicht weil sie besonders gute Nerven haben. Die Stadt hat in Zusammenarbeit mit Siemens Mobility 20 Ampeln mit Sendern ausgestattet, die mit den Krankenwagen ständig Ortsdaten und Informationen zur Länge der Ampelphasen austauschen.

Über neue Displays erhalten die Fahrer der Ambulanzen eine Geschwindigkeitsempfehlung, die sie möglichst rasch zum Ziel führen soll. Dabei helfen auch optimierte Ampelschaltungen. Einzigartig an dem Projekt sei, „dass der Fahrer unmittelbar personalisierte Informationen erhält“, erläutert Phil Blythe, Professor für Intelligente Transportsysteme an der Universität Newcastle.

„Mindestens zehn Prozent Zeitersparnis“ erwartet Matthew Vincent, Marketingdirektor bei Siemens Mobility. Ende des Jahres wird der Pilotbetrieb ausgewertet. Dann sei es möglich zu erkennen, „ob auch andere Nutzergruppen, etwa der öffentliche Nahverkehr, davon profitieren können“. Newcastle sieht in dem Projekt einen wichtigen Baustein auf dem Weg zur intelligenten Stadt.

Der Druck auf die Kommunen ist hoch. Denn die Zahl der Kraftfahrzeuge wird sich weltweit bis 2050 auf 2,5 Milliarden verdoppeln, schätzt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Um den drohenden Kollaps auf den Straßen zu verhindern, setzen die Entscheider auf Vernetzung. Das systematische Sammeln und Austauschen von Daten soll den Verkehr im Fluss halten.

Auch Hamburg steuert gegen. Mit dem IT-Dienstleister Cisco plant die Hansestadt den Ausbau zur „intelligenten Stadt“. In ersten Projekten überwachen in den Straßen verbaute Sensoren den Hafenverkehr. „Mit der intelligenten Verknüpfung von Daten aus verschiedenen Quellen lassen sich Verkehrsflüsse besser aufeinander abstimmen“, sagt Cisco-Experte Markus Wissmann.

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