Smartphone im Auto
Wischen statt lenken

Lebensgefährliche Doppeltätigkeit: Immer mehr Menschen benutzen am Steuer ihr Smartphone – zum lesen, telefonieren und tippen. Die Polizei hat damit Schwierigkeiten: Die Nutzung ist kaum nachzuweisen.
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BerlinAngesichts der weiten Verbreitung von Smartphones nimmt nach Einschätzung der Polizei auch die verbotene Nutzung am Steuer immer mehr zu. Gleichzeitig sind die gefährlichen Delikte kaum zu kontrollieren. „Die Dunkelziffer ist bei der Benutzung enorm hoch, das geht sicher in die Zehntausende“, sagte der Leiter des Verkehrsbereichs bei der Berliner Polizei, Andreas Tschisch, der dpa.

Diese Art der Ablenkung werde auch in Autos immer häufiger genutzt. „Die Freizeitentwicklung ist wesentlich schneller als unsere Kontrollmöglichkeiten.“

Ein Sprecher des Innenministeriums von Nordrhein-Westfalen (NRW) sagte, es gebe kaum konkrete Zahlen, aber ein „großes Dunkelfeld“. Mobiltelefone seien so in den Alltag vorgedrungen, dass es den Menschen schwer falle, länger auf sie zu verzichten, obwohl die Nutzung am Steuer lebensgefährlich sei.

Rund 131.000 Verstöße gegen das Handyverbot am Steuer registrierte die Polizei in NRW im vergangenen Jahr. Zwischen Telefonieren und Lesen oder Tippen wird aber nicht unterschieden. Die Polizeibehörden räumen ein, dass es ausgesprochen schwierig sei, das Lesen von SMS zu beweisen. Smartphones, die unauffällig in der Hand gehalten würden, seien kaum zu sehen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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