Spaß-Mopeds begeistern wachsende Fan-Gemeinde: Wie Jetski auf Asphalt

Spaß-Mopeds begeistern wachsende Fan-Gemeinde
Wie Jetski auf Asphalt

Kaum haben Kombi-Fahrer zwischen Kiel und Konstanz ihre Passats gegen City-Jeeps getauscht, rollt die nächste Offroad-Welle durch die Republik.

DÜSSELDORF. Der Fun-orientierte Automobilist fährt Quad: ein vierrädriges Mini-Motorrad, optisch eine Kreuzung aus Sport-Vespa und selbstfahrendem Rasenmäher.

Die Punktesammler in Flensburg verzeichnen einen Quad-Boom: Der Bestand an „dreirädrigen und leichten vierrädrigen Kraftfahrzeugen“ ist in den vergangenen Jahren, so das Kraftfahrzeugbundesamt, schier explodiert. Fuhren 2002 gerade einmal gut 3 200 der Mini-Mobile auf Deutschlands Straßen, sind inzwischen gut 48 000 Quads und Trikes angemeldet, Tendenz steigend.

Quads haben dicke Reifen, manchmal Allrad-Antrieb, eine starre Hinterachse und Motorrad-Motoren ab 50 Kubik Hubraum. Nach oben gibt es fast keine Leistungsgrenzen: 50 PS starke Quads mit 650-Kubik-Motoren sind keine Seltenheit, es gibt auch extremere Tuning-Versionen.

Der Fahrer sitzt auf einer Bank zwischen den Achsen und steuert mit einem Motorrad-Lenker. Statt mit einem Gasdrehgriff geben Quad-Fahrer wie beim Jetski mit einem Daumengashebel Stoff. Wegen der starren Hinterachse, der hohen Sitzposition und der vier Räder kann man sich mit einem Quad nicht in die Kurve legen. Die Fahrzeuge bleiben wie Klötze stehen – und kippen bei zu hoher Geschwindigkeit leicht um.

Erfunden haben sie Honda und Suzuki – als Zugmaschine für Bauern und als Spaß-Mobil für die Strände Kaliforniens. Heute gibt es in Deutschland mehrere Importeure. Und das Magazin „Quadwelt“ für die City-Trecker-Fans.

Fahren darf man die Mäher-Mopeds mit dem PKW-Führerschein Klasse B. Bis 50 Kubik können schon 16-Jährige loslegen. Einsteigermodelle wie der Revo 50 des koreanischen Herstellers Aeon schaffen 24 Sachen und kosten ab 1 500 Euro.

In der Mittelklasse folgen Quads wie der Dinli DL 801: mit 270 Kubik, 80 Sachen Spitze und einem Preis von 4 890 Euro. Noch mehr bringt der Raptor 700 von Yamaha: 686 Kubik, 110 km/h, Preis: rund 10 000 Euro. Dafür kriegt man in Korea fast schon wieder einen Geländewagen. 

Link:
 www.quadwelt.de

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