Spezielles Klebeverfahren wird immer öfter eingesetzt
Glasschaden: Versicherung zahlt nicht immer neue Scheibe

HB BERLIN. Bei einem Glasschaden am Auto übernimmt die Teilkaskoversicherung nicht in jedem Fall den Einbau einer neuen Scheibe. Das meldet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin.

Unter Umständen kann das Unternehmen darauf bestehen, dass das beschädigte Glas mit Hilfe eines speziellen Klebeverfahrens repariert wird, erläutert Stephan Schweda vom GDV. Für den Autobesitzer habe eine Ausbesserung den Vorteil, dass viele Versicherer in diesem Fall keine Selbstbeteiligung verlangen, die bei einem Ersatz der Scheibe fällig wird. Voraussetzung für die Reparatur ist dem GDV zufolge jedoch, dass der Schaden außerhalb des Fahrer-Sichtfeldes, aber mindestens zehn Zentimeter vom Rand der Scheibe entfernt liegt. Außerdem darf der Durchmesser des Schadens nicht größer als der eines Zwei-Euro-Stücks sein.

Generell kommt die Teilkaskoversicherung für Schäden an Autoglas unabhängig von der Ursache auf, wie Stephan Schweda erläuterte. Das bedeutet, dass neben Glasbruch durch Steinschlag etwa auch Schäden ersetzt werden, die durch mutwillige Zerstörung entstanden sind - zum Beispiel beim Versuch, den Wagen zu stehlen. Bekommt die Scheibe nur Kratzer ab, zahlt die Versicherung dagegen nicht. Keine Rolle spielt in jedem Fall die Frage, ob ein Schaden an einer Front-, Seiten- oder Heckscheibe vorliegt.

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