Spritpreis steigt: Libyen-Krise treibt Benzin über 1,50 Euro

Spritpreis steigt
Libyen-Krise treibt Benzin über 1,50 Euro

Die Revolution in Libyen treibt an den Tankstellen die Spritpreise in die Höhe. Viele Ölkonzerne habe ihre Förderung vor Ort eingestellt. Für einen Liter Benzin müssen Autofahrer mehr als 1,50 Euro zahlen.
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London/Hamburg Die Kämpfe in Libyen führen zu immer höheren Preisen für Benzin, Diesel und Heizöl in Deutschland. In der Bundesrepublik kostete Superbenzin in vielen Regionen am Donnerstag bereits 1,53 Euro, Diesel kam auf 1,43 Euro pro Liter, jeweils drei Cent mehr als am Vortag. Die EU ist in Sorge, weil sich die Inflation nun beschleunigen könnte.

Der letzte verfügbare Durchschnittspreis der Mineralölindustrie vom Mittwochabend lag bei 1,51 Euro für Super und 1,41 für Diesel. Auch der Heizölpreis stieg mitten in der Februar-Kältewelle weiter, nachdem Ende voriger Woche schon teure 81 Cent pro Liter erreicht worden waren. Die Ölproduktion in Libyen wurde nach der Flucht zahlreicher Ölarbeiter weitgehend gestoppt.

Ein Barrel (159 Liter) der für Europa wichtigsten Öl-Sorte Brent notierte in London am Donnerstag zeitweise bei fast 117 Dollar, ehe der Preis wieder auf 114 Dollar nachgab. Da ist immer noch der höchste Stand seit September 2008. An der New Yorker Rohstoffbörse stieg der Preis für ein Barrel Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) um 3,55 Dollar auf 101,65 Dollar. Innerhalb einer Woche wurde Öl um 20 Prozent teurer.

Viele internationale Ölkonzerne haben ihr Personal aus Libyen abgezogen und die Förderung eingestellt. Die Energiekonzerne Eni und Repsol hatten am Dienstag ihre Quellen geschlossen, die deutsche BASF-Tochter Wintershall kurz danach, auch die französische Total
dreht den Hahn zu. Die italienische Eni ist mit 244.000 Barrel für ein Viertel der libyschen Ölexporte zuständig, Wintershall kommt auf 100.000 Barrel pro Tag, Total auf 55.000.

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