Stammwerk hofft auf künftige Auslastung
Opel stellt Signum und Tigra in Frage

Der Autobauer Opel beabsichtigt nach einem Medienbericht, seine beiden erfolglosen Modelle Signum und Tigra Twin Top einzustellen.

HB RÜSSELSHEIM. Das berichtet die Branchenzeitung „auto motor und sport“ unter Berufung auf Unternehmenskreise. Der Mutterkonzern General Motors (GM) habe bereits entschieden, dass der in Rüsselsheim gebaute Mittelklassewagen Signum ersatzlos gestrichen und seine Produktion mit dem Modellwechsel im Sommer 2008 eingestellt werde. Der Signum habe die Absatzerwartungen verfehlt und im vergangenen Jahr in Deutschland nur noch 8040 Käufer gefunden. Er habe nicht dazu beigetragen, die Marke höher zu positionieren.

Das Unternehmen nannte den Bericht „reine Spekulation“. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. Der Signum habe sich in punkto Qualität einen hervorragenden Namen gemacht, sagte Opel-Sprecher Frank Klaas. Bei einem Modellwechsel stünden grundsätzlich alle Modelle auf dem Prüfstand.

Die Einstellung des Zweisitzer-Cabrios Tigra Twin Top lasse GM- Europa-Chef Carl-Peter Forster derzeit prüfen, hieß es. Der Absatz sei zuletzt stark eingebrochen, Produktion von 37 000 Fahrzeugen 2005 auf 15 500 Einheiten 2006 geschrumpft. Auch dies wollte Opel nicht bestätigen. Konzernbetriebsratschef Klaus Franz forderte in der Zeitschrift, statt des Tigra ein viersitziges Cabrio auf Basis des Kleinwagens Corsa zu bauen, um dieses Segment nicht nur dem französischen Autobauer Peugeot zu überlassen. Ein solches Modell könnte dann statt wie bisher bei einem französischen Zulieferer in den Opel-Werken Eisenach oder im spanischen Zaragossa produziert werden, um Arbeitsplätze im eigenen Unternehmen zu sichern.

Das schlecht ausgelastete Opel-Stammwerk in Rüsselsheim kann nach Einschätzung von Franz durch den Bau des Vectra-Nachfolgers, durch Saab-Modelle und verschiedene Varianten des Saturn Aura für den US- Markt voll ausgelastet werden. Große Hoffnung setzt Franz dabei vor allem auf die gerade beginnende Umrüstung des Werkes Rüsselsheim für den neuen Vectra. „Derzeit finden im Werk massive Umbaumaßnahmen statt - für die erste globale GM-Plattform, die hier in Rüsselsheim vom Band laufen wird“, sagte Franz der „auto motor und sport“.

Starten werde die Produktion des Vectra-Nachfolgers, der entweder Aura oder Insignia heißen solle, im Sommer 2008. „Bis zum Jahr 2011 werden wir sieben bis acht verschiedene Varianten sukzessive einführen“, kündigte Franz in der Branchenzeitschrift an. Neben zwei Opel-Limousinen und dem Kombi handle es sich um drei Modelle der Schwestermarke Saab (9-3, 9-5 und 9-3 Cabrio) sowie den Saturn Aura- Nachfolger in einigen Varianten. Zusätzliche Modelle seien nötig, um auf die im Zukunftsvertrag vereinbarten 293 000 Einheiten pro Jahr zu kommen. Ein solch neues Modell könnte ein Opel-Coupé auf Basis des Vectra-Nachfolgers sein oder auch ein neues Spitzenmodell, das schon für Ende 2009 denkbar sei. „Wir können auch in Rüsselsheim ein Opel- Flaggschiff fertigen“, sagte Franz der Zeitung.

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