Standort Osteuropa profitiert
Experte erwartet massiven Jobabbau in der Autobranche

Die Autoindustrie in Deutschland wird nach Einschätzung des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer in den kommenden zehn Jahren weitere 100 000 Stellen abbauen.

HB ESSEN/FRANKFURT. Dudenhöffer sagte der „Neue Ruhr/Neue Rheinzeitung“, Grund für den von ihm erwarteten Stellenabbau seien der scharfe Preiswettbewerb in der Branche sowie Nachteile bei den Produktionskosten. In Osteuropa koste eine Arbeitsstunde inklusive der Lohnnebenkosten teilweise weniger als fünf Euro. Bei Volkswagen seien es Dudenhöffer zufolge 55 Euro, schrieb die Zeitung.

Gegenwärtig seien bei den Autobauern und Zuliefer-Unternehmen noch rund 760 000 Menschen beschäftigt, wird der Experte weiter zitiert. „Wir gehen davon aus, dass die Verlagerungstendenzen der deutschen Automobilindustrie ins Ausland, speziell nach Osteuropa, noch zunehmen.“ Allein für 2006 rechne Dudenhöffer mit dem Verlust von 20 000 Stellen.

Die europäische Autobranche leidet nach Schätzungen von Experten unter Überkapazitäten von rund 20 Prozent. Zusammen mit Fabriken an teuren Traditionsstandorten belasten sie vor allem die Ergebnisse von Massenherstellern wie PSA und VW. Gleichzeitig verstärken asiatische Herausforderer wie Toyota und Hyundai ihren Konkurrenzdruck in Europa durch Fabrikneubauten. Allein Hyundai und Kia planen neue Werke in Osteuropa mit einer Kapazität von 600 000 Autos im Jahr.

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