Straßenverkehr
Handy-Diktat ist nicht erlaubt

Dass es verboten ist, beim Autofahren ohne Freisprecheinrichtung zu telefonieren, hat sich herumgesprochen. Doch das Verbot gilt auch, wenn das Mobiltelefon nur für ein Diktat benutzt wird.

Zwei thüringische Polizisten beobachteten einen 43-jährigen Autofahrer, der in sein Mobiltelefon sprach. Sie stoppten den vermeintlichen Telefonierer und brummten ihm 40 Euro Geldstrafe sowie einen Punkt in Flensburg auf. Dass das Handy wegen fehlender SIM-Karte nicht als Telefon einsetzbar war und der Mann angab, es lediglich als Diktiergerät eingesetzt zu haben, ließ die Ordnungshüter kalt.

Das Thüringer Oberlandesgericht stimmte ihnen jetzt zu (1 Ss 82/06). Die Straßenverkehrsordnung verbiete ganz allgemein "die Benutzung" von Mobiltelefonen am Steuer - das gelte auch für den Einsatz als Diktiergerät, so die Richter. Das Verbot solle gewährleisten, dass Autofahrer beide Hände frei hätten. Zudem könne der Einsatz des Handys zum Diktieren in noch stärkerem Maße ablenken als ein Telefonat.

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