Stress lass nach
Was Mercedes jetzt schon über die neue E-Klasse verrät

Sie ist 2016 die mit Abstand wichtigste Mercedes-Premiere: Für den Fahrer soll die neue E-Klasse so entspannend sein wie nie zuvor. Dafür dürfte der Stresspegel bei der Konkurrenz umso höher werden.
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Mercedes legt letzte Hand an die neue E-Klasse und will dabei vor allem mit einer ungeahnten Fülle an Assistenzsystemen punkten. Und um die Welt schon mal so langsam auf das Messedebüt im Januar in Detroit und die Markteinführung im April einzustimmen, lüften die Schwaben jetzt schon mal ein wenig den Schleier der Business-Limousine.

Zum Design machen sie dabei noch nicht viele Worte und geben bislang nur Fotos von getarnten Prototypen heraus. Während man den längeren Radstand und die kürzeren Überhänge sowie die stilistische Melange aus C- und S-Klasse deshalb nur erahnen kann und das revolutionäre Cinemascope-Cockpit mit zwei riesigen Bildschirmen und Grafiken von ungeahnter Brillanz oder die Ambientebeleuchtung mit 64 Farben zwar anschauen, aber noch nicht zeigen darf, plaudert Chef-Ingenieur Michael Kelz über die Technik dagegen schon ziemlich freizügig – vor allem über die Assistenzsysteme.

E wie Entspannung gibt er als Marschrichtung vor und der neuen Modellreihe mehr Richtlinienkompetenz, als die Polizei erlaubt. In der Theorie arbeitet der neue Drive Pilot mit Stereokamera und Radarsensoren bei Geschwindigkeiten von 0 bis 210 km/h auf der Autobahn so zuverlässig, dass Kelz bei der Abnahmefahrt zwischen Los Angeles und Las Vegas die Hände oft Minutenlang im Schoss lassen kann – weit geschwungene Kurven, Baustellen ohne Fahrbahnmarkierungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen inklusive. Selbst überholen kann die E-Klasse automatisch, wenn Kelz kurz den Blinker antippt.

In der Praxis muss er freilich trotzdem immer mal wieder kurz einen der Schalter am Lenkrad antippen, sondern schlägt die Limousine immer lauter Alarm und bremst irgendwann auf null herunter. „Trotzdem fühlt man sich nach ein paar hundert Kilometern frisch wie beim Start“, sagt sein Versuchschef Hubert Schneider, der großen Teil der bislang 12 Millionen Testkilometer selbst gefahren ist.

Dabei helfen auch die neuen Sitze, die schlanker aber bequemer sind als in der S-Klasse und vor allem noch mehr Massagefunktionen bieten, die komfortablere Auslegung des Fahrwerks im Grundmodus, die etwas größere Beinfreiheit im Fond und vor allem das hörbar reduzierte Geräuschniveau an Bord. Selbst bei hohem Tempo auf rauem Asphalt spricht Kelz nur im Flüsterton – und jeder an Bord kann ihn hören.

Neben dem Komfort geht es Kelz bei der E-Klasse auch um Connectivity. Die Baureihe W213 sei deshalb das erste Serienauto mit Car-to-Car-Kommunikation, das andere Fahrzeuge in der unmittelbaren Umgebung über einen Server vor drohenden Gefahren warnt. Es ist bei entsprechender Ausstattung natürlich „always on“ und integriert das Smartphone so gründlich, dass man künftig sogar den Zündschlüssel daheim lassen und den Wagen mit dem Handy starten kann. Außerdem gibt es ein App, mit der man die E-Klasse in die Garage rangiert, während man noch draußen im Hof steht.

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Beim Aufprall sogar das Gehör schützen

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  • Ah, Mercedes Benz, dass sind doch die aus Sindelfingen, die in den 80ern und 90igern richtig gute Autos gebaut haben. Mann ist das lange her.

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