Studie des Verkehrsclubs Deutschland
Deutsche Autos stinken

Autos aus Japan und Frankreich sind laut einer Studie um ein vielfaches umweltfreundlicher als deutsche Fabrikate.

HB BERLIN. „Noch nie haben Autos aus Deutschland beim Ökoranking so schlecht abgeschnitten wie in diesem Jahr“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), Hermann-Josef Vogt, am Mittwoch zur Vorstellung der VCD-Umweltliste in Berlin. „Die deutschen Hersteller drohen den Anschluss bei Umwelttechnik zu verlieren.“ Seit 1989 werden jedes Jahr etwa 300 Autos bewertet.

Sieger wurde wie im Vorjahr der Mittelklassewagen Toyota Prius mit Hybrid-Antrieb. Er überzeugte erneut mit den niedrigsten Werten bei Ausstoß von Kohlendioxid und anderen Schadstoffen. Nach dem Prinzip eines Fahrraddynamos werden Schwung- und Bremsenergie zurückgewonnen und in einem Elektromotor genutzt. „Gerade beim schadstoffintensiven Anfahren und bei niedrigen Geschwindigkeiten arbeitet der Elektromotor und ermöglicht so einen niedrigen Verbrauch von 4,3 Liter Super-Benzin auf 100 Kilometern“, sagte der Umweltexperte des VCD, Gerd Lottsiepen. Zudem gebe Toyota auf die Hybrid-Technik eine Garantie für 8 Jahre oder 180 000 Kilometer.

Während sich in den USA die Hybrid-Autos sehr gut verkaufen, haben sich bislang in Deutschland kaum Fahrer dafür begeistern können. Das liegt vielleicht auch daran, dass die deutschen Hersteller diese Technik verschlafen haben und somit eine entsprechende breite Öffentlichkeit fehlt.

Auf den zweiten Platz kamen die weitgehend baugleichen Kleinwagen Citröen C1 1.0, Peugeot 107 Petit Filou und der Toyota Aygo. Dritter wurde der kleine Daihatsu Cuore 1.0, der auch der preiswerteste Wagen im Testfeld ist. Unter den besten Zehn landete mit dem Opel Corsa ECO 1.0 nur ein deutsches Auto auf Platz sechs. „Den Rest machen japanische und französische Autofirmen unter sich aus“, sagte Vogt.

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