Studie für einen Mini-Kombi auf der IAA
BMW steuert mit Mini Absatzrekord an

Der Münchener Autokonzern BMW bleibt mit seinem Kleinwagen Mini auf der Überholspur. "Wir wollen dieses Jahr erstmals die Marke von 200 000 verkauften Fahrzeugen testen", sagte BMW-Vertriebsvorstand Michael Ganal dem Handelsblatt am Rande der Autoshow IAA.

hz FRANKFURT. Auto-Analysten hatten erwartet, dass die Marke im laufenden Jahr erstmals unter die Vorjahresziffer von 184 000 verkauften Kleinwagen zurückfallen werde. Aber selbst im fünften Jahr legt der Mini weiter zu, in den ersten acht Monaten dieses Jahres um satte 13,3 Prozent auf 139 291 verkaufte Fahrzeuge.

Der Mini erreichte damit bereits im August die Höhe des Absatzes der angeschlagenen Daimler-Kleinstwagenmarke Smart aus dem gesamten Vorjahr.

Kaum ein Analyst hatte beim Start BMW den Vorstoß in das Kleinwagensegment zugetraut. Doch angesichts des anhaltenden Erfolgs schraubten viele Auto-Analysten inzwischen ihre Prognosen in die Höhe. Die US-Investmentbank Merrill Lynch rechnet für den Mini dieses Jahr mit 192 000 verkauften Fahrzeugen, die Hypo-Vereinsbank sogar mit 195 000. Erfolgreich sind Modellvarianten vom Cabrio über den Diesel bis zum hochmotorisierten Cooper S.

Auf der IAA präsentierte Mini eine Konzeptstudie für einen Kombi mit geteilter Hecktür. BMW will seine Kleinwagenmarke Mini in den kommenden Jahren aber nur sehr langsam zu einer Modellfamilie ausbauen.

In der ersten Generation werde es der Hersteller bei den bestehenden zwei Modellreihen belassen, hieß es in Branchenkreisen. Das Cabrio, das seit vergangenen Sommer bei den Händlern steht, wird damit vorerst neben dem Grundmodell der einzige Spross der Familie bleiben. Frühestens in zwei Jahren werden sich die Fans der Kultmarke an einem weiteren Modell erfreuen können - der Nachfolger des Kleinwagens wird von Experten erst im Jahr 2007 erwartet.

Auch für Smart wird 2007 ein Schicksalsjahr. Mit einem drastischen Sparprogramm will Daimler bis dahin die Marke, die seit ihrer Gründung vor sieben Jahren hohe Verluste schreibt, in die Gewinnzone führen.

Smart-Chef Ulrich Walker sieht bereits erste Erfolge der Restrukturierung. Die Fixkosten seien durch das Sparprogramm bereits um 26 Prozent gesenkt worden, sagte er auf der IAA. Auch ein Sprung auf den wichtigen US-Markt rückt näher. Die Marke sehe hier ein Absatzpotenzial für rund 20 000 Fahrzeuge.

Der Nachfolger des kleinen Smart Fortwo, der 2007 auf den Markt kommt, wird erstmalig auch USA-tauglich sein. Alle Zeichen sprechen derzeit dafür, dass Smart mit dem Modell in den USA startet. Eine Entscheidung hierüber soll zum Jahresende fallen.

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