Studie
Straßenverkehr erhöht Herzinfarkt-Risiko

Auto-, Bus- und Fahrradfahren in der Stadt kann einer neuen Studie zufolge das Herzinfarktrisiko erhöhen. Wissenschaftler vom Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit GSF in Neuherberg bei München schließen dies aus der Befragung von fast 700 Herzinfarktpatienten in der Region Augsburg.

HB MÜNCHEN/AUGSBURG. Eine Stunde nach der Teilnahme am Straßenverkehr war das Herzinfarktrisiko demnach fast dreifach erhöht, wie Annette Peters und Kollegen im US-Fachblatt „New England Journal of Medicine“ (Bd. 351, S. 1721) vom Donnerstag berichten.

Teilnehmer im Straßenverkehr setzten sich Schadstoffen und insbesondere erhöhten Konzentrationen feiner und ultrafeiner Partikel aus, betonen die Forscher. Tierexperimente deuteten darauf hin, dass diese Partikel die Herzfunktion verändern könnten. Die neuen Ergebnisse untermauern das Bild der schädlichen Partikelwirkungen besonders auf Menschen mit Herzkreislauferkrankungen.

In einem detaillierten Interview hatten die Wissenschaftler erfragt, was Herzinfarktpatienten in den vier Tagen vor dem Herzinfarkt getan und wo sie sich aufgehalten haben. Zu den Verkehrsmitteln zählten Autos, öffentliche Verkehrsmittel wie Busse und Straßenbahnen, Fahrräder und Motorräder. Mehr als 70 Prozent aller dokumentierten Fahrten wurden mit dem Auto zurückgelegt, etwa 16 Prozent mit dem Fahrrad, und 10 Prozent mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%