SUV-Boom Erstmals wichtigste Klasse in den USA

Der SUV-Boom nimmt kein Ende. In den USA haben Autos mit Geländewagenkarosserie nun erstmals die jahrzehntelange Dominanz der viertürigen Limousine geknackt.
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SUV-Boom - Erstmals wichtigste Klasse in den USA  Quelle: Cadillac

In Deutschland sind Kompakt-SUV gefragt, die Amerikaner stehen mehr auf Full Size.

Die SUV werden in den USA 2014 wohl erstmals die absatzstärkste Fahrzeugart. Laut einer Prognose des Marktforschungsinstituts IHS dürfte ihr Marktanteil bis Jahresende auf 36,5 Prozent steigen. Die viertürige Limousine – bislang die beliebteste Gattung – kommt demnach nur noch auf einen Marktanteil von 35,4 Prozent. Vor fünf Jahren war das Verhältnis noch genau anders herum: SUV lagen bei 31,4 Prozent, Limousinen (Sedans) bei 36,3 Prozent.

In Deutschland ist ein ähnlicher Trend zu beobachten. Aktuell liegt der SUV-Anteil hierzulande bei rund 18 Prozent, doch schon für 2020 rechnet eine Studie des Center of Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen mit 33 Prozent.

Der Grund für den Trend liegt hier wie auch in den USA an der wachsenden Zahl kompakter und kleiner Modelle, die zunehmend auch als Alternative zu konventionellen Kompakt- und Kleinwagen attraktiv werden.

Big country, big cars
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Die meistverkauften Automodelle 2013 in Amerika waren große und schwere Pick-ups. Das ist auch ein Zeichen des wirtschaftlichen Aufschwungs nach schweren Krisenjahren vor allem in der Autoindustrie. Aber die Modelle sind nicht mehr ganz so schwer und durstig, wie früher. Während der Hang zur Größe bei den Käufern erhalten blieb, musste die Autoindustrie Zugeständnisse in puncto Verbrauch und Abgase machen, als Voraussetzung für ihre Rettung.

Im Prinzip ist der US-Automarkt zwar gesättigt, das Durchschnittsalter angemeldeter Fahrzeuge liegt aber schon bei 12 Jahren. Es gibt also Erneuerungsbedarf. Unser Überblick zeigt die meist verkauften Modelle in Amerika in 2013.

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Platz 1: Ford F-150

Unter Berufung auf die Website motorintelligence.com nennt das Wall Street Journal Anfang Januar 2014 genau 763.402 verkaufte Ford Pick-up-Modelle aus der 150er-Serie in den USA. Das entspricht einem Zuwachs von 18,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allein im Dezember 2013 wurden 74.592 dieser Modelle verkauft, was einem Plus von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht.

Im Bild ist schon das 2014er Modell zu sehen, das Ford auf der NAIAS, der Automesse in Detroit, zeigt. Der F-150 gilt als Herz der F-Serie von Ford - der seit mehr als 60 Jahren erfolgreichen Pick-up-Baureihe. Dieser Inbegriff eines "Trucks", wie die Amerikaner das Segment nennen, ist seit 37 Jahren der meistverkaufte Pritschenwagen Nordamerikas, seit 32 Jahren dort sogar das meistverkaufte Auto.

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Platz 2: Chevrolet Silverado

480.414 verkaufte Silverado innerhalb eines Jahres sind nominell immer noch viel, aber Chevrolet muss zusehen, wie das Wachstumstempo beim Wettbewerb anzieht. Einen Zuwachs von 14,8 Prozent meldet die GM-Tochter für diese Modellreihe auf Jahressicht.

Allein im Dezember 2013 wurden 42.593 dieser Modelle verkauft, was aber einem Minus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht.

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Platz 3: Toyota Camry

Verkaufte Modelle im Dezember 2013: 29.964; Zuwachs: minus 4,6%.

Verkäufe im Gesamtjahr 2013 in den USA: 408.484; Zuwachs zum Vorjahr: 0,9%.

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Platz 4: Honda Accord

Verkaufte Modelle im Dezember 2013: 31.895; Zuwachs: 8,4%.

Verkäufe im Gesamtjahr 2013 in den USA: 365,699; Zuwachs zum Vorjahr: 10,2%.

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Platz 5: Dodge RAM

Der 2013er Dodge RAM 1500 5.7 L V8 HEMI (395 PS / 508 Nm mit 8-Stufen Automatik) war dank 8-Stufen Automatik um 20% weniger durstig als sein Vorgänger. Eine weitere Erneuerung war die Start-Stopp-Automatik, was ebenfalls dem Verbrauch zugute kam. Der altbekannte V8 leistet (als HEMI) 395 PS bei 5.600 Umdrehungen bzw. 508 Nm bei 3.950 U/min. Das Modell hat außerdem den besten Widerstandsbeiwert seiner Klasse (cw=0,363).

33.405 Stück verkauften sich allein im Dezember 2013, ein Plus von 10,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. 355.673 waren es im Gesamtjahr 2013, das entspricht einem Zuwachs von 21,2 Prozent gegenüber 2012, und ist die zweitbeste Zuwachsrate bei einer US-Modellreihe.

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Platz 6: Honda Civic

Verkaufte Modelle im Dezember 2013: 29.000; Zuwachs: minus 12,4%.

Verkäufe im Gesamtjahr 2013 in den USA: 336.180; Zuwachs zum Vorjahr: 5,7%.

Für die Industrie könnte der Trend aber zum hausgemachten Problem werden. Denn SUV verbrauchen rund 25 Prozent mehr Kraftstoff als konventionelle Fließ- und Stufenheckfahrzeuge, was es für die Hersteller schwer machen dürfte, die kommenden Verbrauchs- und CO2-Vorgaben mit ihren Flotten einzuhalten.

Bei einem SUV-Marktanteil von 15 Prozent könnten diese laut der CAR-Studie in Deutschland gerade noch erreichbar sein, aber bei 30 Prozent und mehr SUV unter den Neuwagenverkäufen wären die Ziele nicht einzuhalten.

Auf diese Modelle fliegen die Deutschen
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Platz 10 - Volkswagen Touran- 27.409 verkaufte Fahrzeuge im ersten Halbjahr 2014

Den Auftakt macht der Familienvan aus Wolfsburg, der vom gleichen Band gefertigt wird, wie der kompakte SUV Tiguan und auf dem Golf VII basiert.

Quelle: Kraftfahrzeugbundesamt

Autosalon Paris
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Platz 9 - Skoda Octavia- 27.409 verkaufte Fahrzeuge

Der Golf-Ableger aus Tschechien macht nicht nur als Kombi eine gute Figur. Damit schafft es der Octavia als einziges Importfahrzeug unter die zehn bestverkauften Autos in Deutschland.

Ford auf der AMI Leipzig 2014
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Platz 8 - Ford Focus - 27.536 verkaufte Fahrzeuge

Weltweit ist der Focus das meistverkaufte Automodell der Welt - in Deutschland wirkt der Absatz geradezu winzig. Gebaut wird der Kompaktwagen für Europa in Saarlouis und Valencia.

Auto Show Detroit
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Platz 7 - Mercedes C-Klasse - 27.927 verkaufte Fahrzeuge

In ihrer Neuauflage kann sich die C-Klasse von Mercedes wieder sehen lassen. Bei den Käufern kam das Modell im ersten Halbjahr besonders gut an - jedenfalls besser als jedes andere Modell der Schwaben.

83. Genfer Autosalon, Erster Pressetag
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Platz 6 - BMW 3er- 30.386 verkaufte Fahrzeuge

Der Bestseller von BMW in Deutschland ist und bleibt der 3er, der sich hier als Gran Turismo Variante besonders sehen lassen kann. Für die 3er-Baureihe liefern die Münchener etliche Ableger.

Volkswagen weiter auf Wachstumskurs
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Platz 5 - VW Polo - 32.077 verkaufte Fahrzeuge

Der kleine Klassiker hat gerade ein Facelift hinter sich - läuft nunmehr in der fünften Generation seit 2009 vom Band. Den Käufern ist das offensichtlich egal.

Worker cleans under Audi A3 Berline car at the European Motor Show in Brussels
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Platz 4 - Audi A3 - 33.432 verkaufte Fahrzeuge

Der Kompakte aus Ingolstadt verpasst das Treppchen nur knapp, doch kann immerhin für sich in Anspruch nehmen, das meistverkaufte Premiummodell im deutschen Markt zu sein.

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