Tarnung ist alles: Hinter dem Kombi-Look des Peugeot 407 SW steckt ein Lifestyle-Automobil
Kombiniere: Lifestyle schlägt Nutzwert

„Die Leute wollen lieber Design als Nutzwert“, sagt Olivier Veyrier, Geschäftsführer von Peugeot Deutschland. Er muss das sagen, denn der neue Peugeot 407 SW ist ein „Lifestyle-Kombi“, der zugunsten einer extravaganten Optik auf einen extragroßen Laderaum pfeift.

FRANKFURT/M. Andererseits hat Monsieur Veyrier auch einen Beleg für seine These: Bei einer Umfrage unter Käufern von Mittelklasse-Kombis kam „großes Ladevolumen“ erst an neunter Stelle. Am häufigsten genannt als kaufentscheidendes Kriterium wurde „gutes Design“.

Peugeot könnte also mit dem 407 SW ein heißes Eisen im Feuer haben. Als schärfste Konkurrenten nennen die Franzosen die beiden deutschen Fabrikate VW Passat Variant und Audi A4 Avant. Obwohl der Peugeot deutlich länger ist als diese beiden Modelle, bietet er kaum mehr Kofferraum als der Audi und klar weniger Ladevolumen als der VW. Je nach Stellung der Rücksitzlehnen sind es beim 407 SW zwischen 448 und 1365 Liter, die für Gepäck zur Verfügung stehen.

Hat nun diese freiwillige Selbstbeschränkung dem Design gut getan? Das lässt sich nicht eindeutig beantworten.

Der Franzosen jüngstes Modell ist eigenständig, wirkt extravagant. Allerdings erreichen dies die Designer durch grotesk aufgeblasene Scheinwerfer und Rücklichter, ebenso durch ein weit aufgerissenes Kühlermaul und eine füllig geratene Heckpartie. Es gibt elegantere Kombimodelle, es gibt aber auch viele, die langweiliger aussehen.

In Deutschland rechnet Peugeot damit, dass sich der 407 SW besser verkauft als die Limousine. Im nächsten Jahr sollen mehr als 20 000 Modelle der Baureihe hierzulande abgesetzt werden, rund 12 000 davon werden voraussichtlich Kombi-Versionen sein; gegen Ende des Jahres 2005 wird dann auch noch eine Coupé-Variante debütieren.

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