Teardrop-Trailer

Coupéform statt Schrankwand

Quadratisch mag ja praktisch und gut sein, aber rechteckig kann nerven: Damit großformatige LKW sich schnittig in den Wind stellen, gibt es verschiedene Ansätze. Einer kommt jetzt auf deutsche Straßen.
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  • Spotpress
Teardrop-Trailer auf deutschen Straßen - Coupéform statt Schrankwand Quelle: DHL

Ein erster Lkw mit Teardrop-Trailer pendelt ab sofort zwischen Deutschland und Frankreich.

Auf den ersten Blick könnte man meinen, mit diesem LKW-Auflieger sei etwas nicht in Ordnung: Der Sattelzug hat einen Trailer mit nach hinten abfallendem Dach. Genauso wie beim Auto soll diese aerodynamische Verbesserung zum Spritsparen beitragen. Ein Anblick, den es künftig öfter geben dürfte.

In Großbritannien setzt Deutsche Post DHL bereits mehr als 1.100 der so genannten Teardrop-Trailer ein, sie sind benannt nach der angedeuteten Tränen- beziehungsweise Tropfenform. Dank des reduzierten Luftwiderstandes sinke der Spritverbrauch um bis zu zehn Prozent, heißt es.

Nach einigen Veränderungen ist das Gespann mit 40 Tonnen Ladekapazität nun auch auf die in Kontinentaleuropa geforderten Regularien angepasst, ein erster Lkw mit Teardrop-Trailer pendelt ab sofort zwischen Deutschland und Frankreich.

Laut DHL ist es der erste überhaupt auf deutschen Straßen, er soll nun den Weg bereiten für weitere Spritspar-Trucks, die das Unternehmen hierzulande einsetzen will. Dem Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) sind zumindest größere Stückzahlen dieser Teardrop-Auflieger auf deutschen Straßen nicht bekannt.

Summen statt brummen
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Das europäische Verbundpojekt „Deliver“ stellte auf World Automotive Congress der FISITA (International Federation of Automotive Engineering Societies) in Holland den fahrbaren Prototypen eines vollelektrischen Lieferwagens vor. Er enthält einige wirklich innovative Ideen, die rein elektrische betriebene Lieferwagen künftig zu einer echten Alternative machen könnten. Zumindest im urbanen Umfeld ...

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DELIVER steht für "Design of Electric Light Vans for Environment-impact Reduction", zu deutsch: Gestaltung von leichten elektrischen Lieferwagen zur Reduzierung von Einfluss auf die Umwelt. Ältere Betrachter könnten sich vielleicht an den legendären VW Typ 147, genannt "Fridolin", erinnert fühlen ...

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Der Deliver hat bei einer maximalen Zuladung von 700 Kilogramm ein zulässiges Gesamtgewicht von 2,2 Tonnen und soll 18 Prozent mehr Transportkapazität bieten als ein herkömmlicher Lieferwagen gleichen Radstands. Der Beifahrersitz kann komplett weggeklappt werden, die riesigen gegenläufig schließenden Türen und die niedrige Seitenstufe erleichtern den Zu- und Abgang auch mit schweren Paketen.

Eine hintere Schiebetür wäre allerdings noch platzsparender ...

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Zahlreiche Innovationen heben den Transporter von bereits erhältlichen Elektro-Modellen wie dem Peugeot Partner Electric oder dem Nissan e-NV 200 ab, die insbesondere Arbeitsbelastung und Lieferzeit deutlich reduzieren und die Sicherheit verbessern sollen.

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Der Pilot sitzt hoch und mittig, das erhöht die Übersicht von dem besonders ergonomisch gestalteten Fahrerplatz aus. Die Anzahl von Bedienelementen wurde bewusst gering gehalten.

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Auch die fehlende B-Säule und der Verzicht auf Türschweller erleichtern dem Fahrer das Aussteigen auf beiden Seiten des bis zu 100 km/h schnellen Stadtlieferwagens.

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Die Mindestreichweite des abgerundeten Kastenwagens beträgt 100 Kilometer. Als Antrieb dienen Radnabenmotoren von Michelin. Sie sorgen auch dafür, dass die Ladefläche ganz eben ist, weil man auf Motor und Antriebsstrang verzichten kann.

Die im Boden untergebrachten Batterien sorgen für einen tiefen Schwerpunkt. Zum Einsatz kommen 80 prismatische Li-NMC-Zellen, die eine höhere Reichweite und bessere Energieeffizienz als Lithium-Ionen-Akkus haben ...

Der Stellvertretende Hauptgeschäftsführer Adolf Zobel geht aber davon aus, dass sich aerodynamische, und damit spritsparende, Lastwagen durchsetzen werden. „Unter der Voraussetzung, dass sie den Anforderungen der Verkehrssicherheit und Ladungssicherung gerecht werden.“

LKW- und Trailer-Hersteller arbeiten seit Jahren daran, ihre Fahrzeuge aerodynamischer zu machen. Mercedes hat beispielsweise auf der IAA 2012 einen windschnittigen Prototypen mit Seitenverkleidungen, einem strömungsgünstig abgerundeten Heck und Anströmkörpern zwischen Anhänger und Zugmaschine, die störende Luftverwirbelungen verhindern, vorgestellt. Er sollte auf eine Jahreslaufleistung von 150.000 Kilometern gerechnet rund 2.000 Liter Kraftstoff sparen.

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