
Automobiles Ungetüm: Der Infiniti JX ist mehr als fünf Meter lang.

Cadillac im S-Klasse-Format: Die Luxuslimousine XTS.

Auf dem Messestand von Honda steht der CR-V im Rampenlicht.

Debüt ohne Dach: Den Jaguar XKR-S gibt es auf der LA Auto Show erstmals als Cabrio zu sehen.

Der Porsche Panamera GTS leistet 430 PS und wird mit mindestens 116.716 Euro deutlich teurer als das Basismodell.

Die stärkste AMG-Version des Mercedes ML wird mit 557 PS zum vorerst stärksten Serien-SUV auf dem deutschen Markt.

So gut wie serienreif: Das Sportcoupé Subaru BRZ soll im nächsten Sommer auf den Markt kommen.

Volkswagen hat den sportlichen Ableger des Passat überarbeitet und will den CC zu einer eigenen Modellreihe entwickeln.

Der stärkste Mustang aller Zeiten: Ford Shelby GT 500 auf der Los Angeles Auto Show.

Ford Shelby Cobra GT 500: 650 Pferdestärken schlummern unter der Haube. Camaro und Challenger sind dem Mustang gefährlich nahe gerückt, bzw. haben ihn in der Publikumsgunst schon überholt, daher holt Ford zum Gegenschlag aus - und lässt ungeniert die Muskeln spielen.
Automobiles Ungetüm: Der Infiniti JX ist mehr als fünf Meter lang.
Los AngelesKalifornien hat es besser und blickte schon immer mit gesundem Optimismus nach vorne. In dem Sonnenland der Vereinigten Staaten stehen muskulös motorisierte Autos traditionell ganz vorne auf der Wunschliste für ein finanziell anspruchsvoll gesichertes Leben. Gleichzeitig entwickelte sich Kalifornien zum lautesten Rufer nach schärferen Abgasvorschriften und förderte so die Geburt der Hybridautos. Das hat die begüterten Bewohner dieses Bundesstaates nicht daran gehindert, ihre Autowünsche meistens nach der Motorleistung und nach dem Prestige des Modells auszurichten. Das demonstriert die noch bis zum 27. November laufende Los Angeles Auto Show.
Traditionell übernehmen die deutschen Hersteller auf dieser zweitgrößten amerikanischen Automesse (nach der Detroit-Ausstellung) eine von zwei Hauptrollen. Die andere liegt nach einem kurzen Schwächeanfall wieder bei der heimischen Industrie mit General Motors, Ford und Chrysler. Sie demonstrieren ihre Lernfähigkeit mit etlichen Hybridmodellen und einer netten Riege neuer Typen, die aber zum großen Teil für den deutschen Markt nicht von Bedeutung sind.
Mit großem Selbstbewusstsein agieren die Marken des VW-Konzerns. Porsche hat seinen neuen 911 Carrera mitgebracht und Entwicklungsvorstand Wolfgang Hatz definiert nicht ohne Grund Kalifornien als dessen "zweites Heimatland". Porsche fühlte sich in Kalifornien schon immer wohl und die neuen Carrera und Carrera S werden wie ihre Vorgänger, die hier seit Jahrzehnten zuhause sind, den Mythos der Marke weiter tragen. Das gilt auch für Volkswagen, deren Produkte nach mancherlei Rückschlägen wieder zu den technisch definierten Konturen finden.
Offenbar sieht die Markenstrategie vor, zwar speziell für den US-Markt entwickelte Modelle wie den hier produzierten VW Passat zu offerieren. Diese sollen aber gleichzeitig mit ausreichend deutschem Charakter ("german engineering") aufwarten, damit sie nicht mit Japan- oder Korea-Vehikeln verwechselt werden, die man nach dem gleichen Muster gestrickt hat. Der einstige Passat CC (das viertürige VW-Coupé) wird künftig nur noch als "CC" geführt und soll als Exclusiv-Ausführung gelten. Vom neuen "New Beetle" gibt es eine Power-Version, die rund 270 PS unter der Haube hat.

Auf hohe Leistung setzt auch Audi, deren R8 Spyder umlagert ist von Menschen, die vermutlich über eine eigene Rennstrecke verfügen. Denn wer diesen Audi auch nur im dritten Gang unter den Augen der Highway Patrol voll ausfährt, riskiert einen längeren Aufenthalt hinter Gittern. Auch Mercedes fährt auf Power ab und schiebt seine neuen AMG-Versionen aufs Podium.