Test mit versteckten Prüfern
Jede sechste Busreise ist eine echte Gefahr

Jede sechste Busreise weist einem ADAC-Test zufolge teils gravierende Sicherheitsmängel auf. Die Hälfte der insgesamt 37 kontrollierten Fahrten kam über die Note „durchschnittlich“ nicht hinaus. Busverbände sprachen dagegen von einem guten Ergebnis für ihre Branche.

HB MÜNCHEN. Im Vergleich zum Vorjahrestest sei zwar eine leichte Verbesserung festzustellen, sagte ADAC-Vizepräsident Max Stich am Donnerstag in München. Vor allem bei Wartung und technischer Ausstattung seien Fortschritte zu erkennen. „Der Zustand der Busse beeindruckt“, sagte Stich. Dennoch sei Sicherheit auf hohem Niveau noch nicht in Sicht. Lediglich ein Drittel der überprüften Fahrten habe gut abgeschnitten. Nur eine Busreise erhielt die Note „sehr gut“.

Hauptmängel seien meist Fehlverhalten der Busfahrer wie beispielsweise das Überfahren von roten Ampeln oder das Überschreiten von vorgeschriebenen Fahrzeiten. Auch fehlten oft Sicherheitsinfos für die Reisenden. „So etwas darf einfach nicht passieren“, fügte Stich hinzu. In der Vergangenheit war es öfter zu schweren Unfällen bei Busreisen gekommen. Allein im vergangenen Jahr starben dabei nach Angaben den ADAC europaweit 200 Menschen.

Grund für das schlechte Abschneiden vieler Veranstalter ist nach Auffassung des ADAC vor allem der harte Preiswettbewerb in der Branche, die zu 60 Prozent aus mittelständischen Betrieben besteht. „Wirtschaftliche Zwänge eines Unternehmens dürfen jedoch kein Argument gegen mehr Sicherheit im Bus sein“, sagte Stich.

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