Teures Rohöl
Spritpreise knacken neue Rekordmarken

Der Preis für einen Liter Benzin ist in Deutschland erstmals im bundesweiten Durchschnitt auf 1,60 Euro geklettert.

HAMBURG/NEW YORK/LONDON. Nach zwei Preisrunden am Donnerstag und Freitag stiegen die Benzin- und Dieselpreise zum Wochenende auf neue Rekordstände. Nach Angaben aus der Mineralölwirtschaft kostet ein Liter Benzin durchschnittlich 1,60 Euro, Diesel 1,56 Euro. Das sind beim Benzin zwei und beim Diesel drei Cent mehr als am vergangenen Freitag. Ursache seien die hohen Notierungen für Rohöl und Ölprodukte auf den Weltmärkten.

Rohöl der Nordsee-Sorte Brent, das für den europäischen Markt maßgebend ist, kostete am Donnerstag erstmals mehr als 146 Dollar je Barrel (159 Liter). Nach Einschätzung der Commerzbank ist der Anstieg des Ölpreises auf die 150-Dollar-Marke "reine Formsache und nur eine Frage von wenigen Wochen oder sogar Tagen".

Für Preisdruck sorge nicht nur die anhaltend enge Angebots-Nachfrage-Situation am Ölmarkt, sondern auch geopolitische Risiken wie der andauernde Konflikt um das iranische Atomprogramm. Zudem mache sich die Nähe zur "magischen Grenze" von 150 Dollar in einem anhaltenden spekulativen Umfeld bemerkbar.

An den internationalen Ölmärkten legte die Rekordjagd bei den Ölpreisen am Freitag zunächst eine Pause ein, auch wegen des feiertagsbedingt verhaltenen Handels - die USA feierten ihren Unabhängigkeitstag. Nachdem Rohöl an den Handelstagen zuvor fast täglich neue Preishöchststände aufgestellt hatte, gaben die Notierungen im Tagesverlauf leicht nach.

So sank der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur August-Lieferung im späteren Tagesverlauf um 0,72 Dollar zum Vortagsschluss auf 144,57 Dollar.

Am Donnerstag hatte WTI den Rekordpreis von 145,85 Dollar erreicht, Brent war bis auf 146,69 Dollar geklettert. Am Freitag sank der Brent-Preis am späten Nachmittag auf 145,20 Dollar und damit um 0,88 Dollar zum Vortag.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist unterdessen erstmals über die Marke von 140 Dollar gesprungen. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel am Donnerstag 140,73 Dollar. Das waren drei Dollar mehr als am Mittwoch. Die OPEC berechnet ihren Durchschnittspreis auf der Basis von 13 wichtigen Sorten des Kartells.

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