Thunder Power auf der IAA
Was kann der Taiwan-Tesla?

Kein anderes Start-up hat die Autowelt so beschäftigt wie Tesla. Während sich die Kalifornier in der Branche etablieren, drängt auf der IAA das nächste Elektroauto-Start-up ins Rampenlicht: Thunder Power aus Taiwan.

FrankfurtDas Elektroauto hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Bereits kurz nach seiner Erfindung im 20. Jahrhundert geriet es schnell wieder in Vergessenheit. Selbst die Ölkrise konnte den E-Mobilen nicht aus der Nische helfen. Auch in jüngster Vergangenheit gab es einige Hochs und Tiefs. Inzwischen haben zahlreiche Hersteller reine oder teilweise Elektrofahrzeuge im Programm, von recht unauffälligen Exemplaren wie dem VW e-Golf über futuristische Modelle wie den BMW i3 bis hin zum 700 PS starken Tesla Model S. 

Doch die Kunden bleiben skeptisch. Reichweiten von deutlich mehr als 200 Kilometern bietet bislang nur Tesla – die Angebote von VW, Daimler, BMW und Co. können nicht mithalten.

Dass das Elektroautos trotz des ausbleibenden Erfolgs in den Verkaufsräumen bei den Herstellern dennoch nicht in Vergessenheit geraten ist, zeigt sich auf der IAA. Audi und Porsche zeigen mit dem e-tron quattro concept und dem Mission E ihre Antwort auf den Tesla – Elektroautos mit 500 oder 600 Kilometern Reichweite, ohne den Fahrspaß und den Fahrer einzuschränken.

Doch wie die Namen sagen: Es sind Konzeptstudien, die zwar einen Ausblick auf künftige Modelle geben, doch vor 2018 werden sie wohl kaum auf den Straßen zu sehen sein.

Tesla hat es vorgemacht, dass es Start-ups durchaus mit den Größen der Branche aufnehmen können, wenn sie ihre Nische besetzen. Der Erfolg der Kalifornier rund um Gründer Elon Musk lockt nun auch zunehmend andere Unternehmen an. In Frankfurt zeigt sich erstmals ein neues Start-up, das ein Premium-Elektroauto auf den Markt bringen will: Thunder Power.

Noch steht auf dem Messestand in der Halle 5.0 ein namenloser Prototyp. Doch bereits in zwei Jahren soll die Serienversion in Europa auf den Markt kommen. Auch wenn sich das Design der Studie bis zur Serienreife wohl noch ändern wird, die Eckdaten stehen bereits fest: Die Limousine soll vier Erwachsenen Platz bieten und wird mit zwei Motorvarianten angeboten – mit 313 oder 435 PS. Die Reichweite soll in beiden Fällen mehr als 650 Kilometer betragen.

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Entwickelt wird in Europa

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