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Tipps für die Motorradreise

In der Reisezeit offenbart sich einer der großen Unterschiede zwischen Auto und Motorrad: Während die Autofahrt in der Regel nur als notwendiges Übel zum Erreichen eines Ziels gilt, ist auf dem Zweirad die Fahrt an sich schon ein Ziel der Reise.

dpa/gms ESSEN/MAINZ. In der Reisezeit offenbart sich einer der großen Unterschiede zwischen Auto und Motorrad: Während die Autofahrt in der Regel nur als notwendiges Übel zum Erreichen eines Ziels gilt, ist auf dem Zweirad die Fahrt an sich schon ein Ziel der Reise.

Dennoch darf die Vorbereitung nicht vernachlässigt werden. Das gilt besonders, wenn die Tour in der Gruppe absolviert werden soll. So weist das Institut für Zweiradsicherheit (ifz) in Essen darauf hin, dass Motorradreisen in der Gruppe gänzlich anderen Gesetzen unterliegen als der Solo-Ausflug am Samstagnachmittag. „Für die Planung eine Gruppenreise braucht man Erfahrung. Es kann zum Beispiel schnell zum Stress werden, wenn die Beteiligten eine sehr unterschiedliche Fahrpraxis haben“, erklärt Ruprecht Müller, Motorradexperte des Adac-Technikzentrums im bayrischen Landsberg.

Während erfahrene Teilnehmer längere Etappen mühelos abspulen, kommen weniger geübte schon früher an ihre körperlichen Grenzen. Auch bei der Reihenfolge ist auf die Gegebenheiten Rücksicht zu nehmen. „Vorne fährt am besten ein ortskundiger und erfahrener Teilnehmer“, rät Matthias Haasper vom ifz. „Dahinter folgen dann diejenigen mit schwächeren Maschinen und die Neulinge. Ganz hinten fährt dann wieder ein erfahrener Mitreisender mit einer starken Maschine.“

Vor dem Start sind einige grundlegende Dinge abzusprechen. „Man sollte zum Beispiel feste Treffpunkte verabreden, falls unterwegs ein Gruppenmitglied verloren geht“, sagt Michael Lenzen, Sprecher des Bundesverbandes der Motorradfahrer (Bvdm) in Mainz. „Außerdem sind vorab klare Regeln aufzustellen.“ So rät das ifz zur Absprache von Handzeichen, mit denen unterwegs kommuniziert werden kann.

Regeln sind auch für die Ordnung der fahrenden Gruppe wichtig. „Auf jeden Fall fährt man versetzt hintereinander“, sagt Lenzen. Auf diese Weise hat jeder Fahrer nicht nur seinen Vordermann im Blick, sondern kann auch sehen, was weiter vorne geschieht.

Ebenso wichtig ist es laut Haasper, dass sich niemand nur auf den Vordermann verlassen darf. Denn nur wenn jeder Fahrer den Verkehr im Blick hat, lassen sich kritische Situationen meistern. Umgekehrt darf der Frontmann den Blick nicht nur nach vorne richten in dem Gefühl, die anderen würden schon folgen. Weil die Motorrad-Gruppenreise eine anspruchsvolle Angelegenheit ist, sollte die Zahl der Teilnehmer begrenzt werden. Das ifz rät zu Gruppen aus höchstens acht Maschinen.

Grundsätzlich gilt für Gruppen das Gleiche wie für Einzelreisende: Das Motorrad sollte vor dem Start vorbereitet werden. Daher empfiehlt Michael Lenzen einen gründlichen Technik-Check vor der Abfahrt. Besonders wichtig ist der Zustand des Hinterreifens - denn der hält bei Motorrädern längst nicht so lange wie beim Auto.

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