Tokio Motor Show 2005
Wie fahren wir übermorgen?

Auf der Tokio Motor Show können Besucher ab Samstag die Zukunft des Automobils bestaunen

Die großen Automobilausstellungen der Welt feilen seit Jahren an ihrem Image. Die IAA in Frankfurt präsentiert sich als umfassende Leistungsschau der Branche, der Schwerpunkt der Detroit Motor Show liegt auf XXL-Fahrzeugen nach der Devise „bigger is better“, beim Genfer Salon dominieren die Schöngeister und Stilikonen auf Rädern. Bei der Tokio Motor Show, deren 39. Auflage am Samstag beginnt, stehen vor allem futuristische Studien im Mittelpunkt.

Nichts scheint unmöglich

„Driving tomorrow“ lautet das Motto der diesjährigen Show, und wenn man die Weltpremieren allein der japanischen Hersteller als Maßstab nimmt, dann wird die automobile Zukunft bunt, verblüffend und auch ein bisschen irritierend. Allradlenkung, Flügeltüren, Kameraaugen, Plüschinterieur, Hightech- und Retrodesign, Brennstoffzellen- und Hybridantriebe – die schrille, neue Autowelt scheint den bekannten Toyota-Slogan „nichts ist unmöglich“ auf die Spitze treiben zu wollen.

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Bleiben wir gleich bei Toyota. Der größte japanische Autokonzern enthüllt fünf Weltpremieren, darunter ein Forschungsfahrzeug namens Fine-X, das mit einem Brennstoffzellenantrieb ausgerüstet ist und bei dem alle Räder lenken. So wird die Großraumlimousine ungemein wendig und kann sich beispielsweise auf der Stelle drehen oder seitwärts in enge Parklücken flutschen.

Noch viel weiter in die Zukunft weist die Studie „i-swing“. Das Mobil ist ein Ein-Personen-Vehikel, das sich der Nutzer quasi anlegt wie einen Overall. Sodann surft man mit dem i-swing elektrisch angetrieben durch den Stadtverkehr – oder, durchaus rasant, über Land. In diesem Fall fährt allerdings ein drittes Rad als Stütze aus.

Überhaupt ist die Tokio Motor Show eine Spielwiese für Mini-Mobile. Mitsubishi etwa zeigt neben zwei ausgewachsenen und bärenstarken Allrad-Premieren auch das Miniaturauto „i“. Der nur 3,40 Meter kurze Viersitzer wird von einem 64 PS starken Dreizylinder-Mittelmotor bewegt – zumindest im Verkehrsgewühl von Tokio erscheint das eine absolut ausreichende Motorisierung zu sein. Eine ähnliche Idee hatte die Toyota-Tochter Daihatsu: Bei der viersitzigen Studie Costa habe man das „Prinzip der Sandale“ auf den Autobau übertragen, teilt Daihatsu mit. Angetrieben wird das lustig gestylte Wägelchen ebenfalls von einem Dreizylinder-Benziner.

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