Tokyo Motor Show
Diesel bleibt, aber Alternativen werden besser

Kleiner, leistungsfähiger - und nicht mehr ganz so teuer: Volkswagens Dieselgate erhöht den Reiz alternativer Motoren. Vor allem die japanischen Autohersteller treiben Batterie- und Brennstoffzellentechnik voran.

TokioVolkswagen hat mit dem Skandal um manipulierte Dieselmotoren auf der Tokyo Motor Show ein Thema in den Vordergrund gerückt, das die japanischen Hersteller dominieren. Sie wollen ihre Vorreiterrolle bei der Elektrifizierung des Antriebsstrangs ausbauen, die sie seit der Hybridauto-Offensive von Toyota und Honda sowie Nissans Vorstoß bei Elektroautos beanspruchen.

Einen Höhepunkt setzte Nissan bei der 44. Auflage des Messe-Heimspiels mit der Präsentation einer neuen Batterie, die die Reichweite des Modells Leaf von knapp über 200 auf rund 500 Kilometer ausdehnen soll. Der Stolz der Ingenieure ist, die Leistung des Akkus bei gleicher Größe von 24 auf 60 Kilowatt erhöht zu haben. Damit sei das Reichweitenproblem in ein paar Jahren erledigt, versprechen Nissans Ingenieure.

Ebenfalls in die Schlagzeilen schaffte es Hondas Antwort auf Toyotas erstes kommerzielles Brennstoffzellenauto, den Mirai, der inzwischen auch in Europa erhältlich ist. Clarity heißt Hondas Fließhecklimousine, die an Bord kohlendioxidfrei Strom aus der Reaktion von Wasser- und Sauerstoff herstellt.


Umgerechnet 57.000 Euro soll der Listenpreis des Honda-Modells betragen. Doch der eigentliche Fortschritt besteht darin, die Brennstoffzelle mit 100 Kilowatt Leistung auf die Größe eines 6-Zylinder-Motors geschrumpft zu haben. Damit passt sie unter die Haube und schafft Platz im Innenraum. Toyota entschied sich, sein ebenfalls geschrumpftes Schwergewicht unter den Vordersitzen zu verstecken. Diese technische Meisterleistung schränkt allerdings den Fußraum ein.

Beide Neuheiten stehen auch für die staatliche Förderung alternativer Antriebe in Japan und für den Wettbewerb der Philosophien unter den ostasiatischen Autobauern. Die Regierung subventioniert sowohl den Ausbau von Zapfsäulen für Strom als auch für Wasserstoff massiv. Ein Ziel ist, bis 2050 eine Wasserstoffwirtschaft aufzubauen.

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