Tokyo Motor Show
Mitsubishi über US-Automarkt besorgt

Mitsubishi Motors erwägt den Bau einer ersten Fabrik in Russland in den kommenden Jahren. Im Gegensatz zum schwachen US-Markt zeige sein Unternehmen in Russland eine gute Entwicklung, sagte der Chef des japanischen Autoherstellers, Osamu Masuko, am Mittwoch am Rande der Tokyo Motor Show.

HB MAKUHARI. Sollte das Geschäft dort im gleichen Tempo weiterwachsen, wäre der Bau einer Fabrik in Russland sinnvoll. Im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr habe der japanische Fahrzeughersteller dort 37.000 Einheiten verkauft.

Im laufenden Geschäftsjahr soll der Absatz dank der starken Entwicklung des Personenkraftwagens „Lancer“ um mindestens 13.000 Einheiten zulegen, so Masuko weiter. Wenn der Absatz 80.000 oder 100.000 Einheiten erreiche, müsse man darüber nachdenken, ob es richtig sei, weiter Produkte nach Russland zu exportieren. Bisher exportiert das Unternehmen alle Fahrzeuge inklusive der Modelle „Pajero“ und „Colt“, die es in Russland absetzt.

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Besorgt zeigte der Manager sich über den Ausblick für den US-Markt. Seit Ende September verliere die Nachfrage an Schwung, was sich negativ auf den Absatz einiger Modelle auswirke. Der Absatz des neuen Sportwagens „Eclipse“ habe sich aber seit der Markteinführung im Mai ordentlich entwickelt, merkte er an. Das Unternehmen sei auf einem guten Weg, im ersten Jahr die angestrebten 30.000 Einheiten des Modells zu verkaufen.

Mitsubishi erwägt laut Masuko die Entwicklung eines Hybridfahrzeugs auf Basis eines Elektromodells, das derzeit konzipiert wird. Die Markteinführung eines Hybridfahrzeugs hänge aber vor allem von den Kosten ab. Im Mai hatte der Fahrzeughersteller mitgeteilt, bis 2010 ein Elektrofahrzeug auf den Markt zu bringen. Die Einführung eines Hybridmodells würde nach Angaben des Managers der des Elektrofahrzeugs folgen.

Im ersten Geschäftshalbjahr 2005/06 (30. September) habe der Fahrzeugabsatz auf dem japanischen Markt die Planungen des Unternehmens übertroffen. Auch im Ausland sollte die Entwicklung besser als erwartet verlaufen sein, sagte Masuko. Für das gesamte Geschäftsjahr (31. März) blieb Masuko aber vorsichtig und wollte nicht sagen, ob Mitsubishi den Gewinnausblick anhebe. Abhängig von den Zahlen für das laufende Geschäftsjahr werde der Fahrzeugbauer die Gewinnziele für die kommenden zwei Geschäftsjahre überdenken.

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