Toyota fordert Mercedes & Co. mit seiner Luxusmarke auf dem Heimatmarkt heraus
Lexus setzt zum Überholen an

„Nichts ist unmöglich“ lautet ein altbekannter Werbeslogan des japanischen Herstellers Toyota. Dies will der zweitgrößte Autokonzern der Welt jetzt auch auf dem europäischen Markt im Premiumbereich beweisen. Nach den USA machen die Japaner nun mit ihrer Luxusmarke Lexus in Europa Ernst und blasen zum Angriff auf die führenden Hersteller wie Mercedes, BMW und Audi in deren wichtigstem Heimatmarkt.

FRANKFURT/M. Toyota plant, den Absatz der eigenen Edelmarke in Westeuropa bis 2010 auf jährlich 75 000 Autos zu verdreifachen. Dass dies kein unerreichbares Ziel ist, haben die Japaner in den Vereinigten Staaten längst bewiesen. Auf dem größten Automarkt der Welt ließ Toyota mit seiner Luxusmarke Lexus die etablierte Konkurrentenschar wie BMW bereits hinter sich und ist dort inzwischen im Premiumsegment das Maß aller Dinge.

In Europa führt Lexus dagegen bisher ein Nischendasein. Im vergangenen Jahr verkaufte die Marke in Deutschland nur 2600 Fahrzeuge, in ganz Westeuropa waren es knapp 25 000. Doch das soll sich bald ändern. „Wir wollen in der Luxusklasse der erfolgreichste Importeur werden“, sagt Karsten Rehmann, Lexus-Produktsprecher von Toyota Deutschland. Mit einem stärker auf den europäischen Geschmack ausgerichteten Design unter dem Logo „L-Finesse“, neuer Technologie und Spitzenplätzen bei Qualität und Service soll Lexus die deutschen Premiumhersteller herausfordern. Das Design ist bislang eines der größten Probleme bei Lexus und Toyota. Die Absatzzahlen auf dem europäischen sind in den vergangenen Jahren vergleichsweise bescheiden geblieben, weil die Japaner den europäischen Geschmack überhaupt nicht getroffen haben.

Die neue GS Limousine, die seit Ende April auf dem Markt ist, ist der Vorbote dieser Markt- und Produktoffensive – und das Design sollte dieses Mal schon deutlich mehr europäische Kunden ansprechen. Im Herbst folgt die neue Generation des volumenstärksten Lexus-Modells, der kleinen Limousine IS, und voraussichtlich im Sommer nächsten Jahres fährt in Europa das neue Spitzenmodell LS vor.

Doch der Aufstieg in die automobile Oberliga ist ein steiniger Weg – und stärker als in anderen Segmenten auch eine Image-Frage. Das Beispiel VW Phaeton zeigt, wie schwer sich Volumenhersteller in der Oberklasse tun. Panik muss sich in den Konzernzentralen in Stuttgart, München und Ingolstadt also keineswegs breit machen. So brauchte Audi gut 20 Jahre, um sich dauerhaft auf einem Spitzenplatz in der Premiumklasse zu etablieren.

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