Traditionsmarke vor Comeback
Borgward will wieder Autos bauen

Viele Hersteller haben den Kampf um die Gunst der Kunden nicht überlebt und mussten in der Vergangenheit die Segel streichen. Eine bereits Anfang der 60er-Jahre eingestellte Marke steht jetzt aber möglicherweise vor einem Comeback.
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Nach mehr als 50 Jahren steht die legendäre Marke Borgward offenbar kurz vor einem Comeback. Auf dem Genfer Automobilsalon will die Borgward AG am 3. März ihr neues Geschäftsmodell erläutern. Mitinitiator der Auferstehung ist Christian Borgward, Enkel des Firmengründers Carl F.W. Borgward.

„Der Relaunch von Borgward ist ein Kindheitstraum von mir, der nun Realität wird“, äußert sich der Enkel und Aufsichtsratsvorsitzende der Borgward AG in einer Mitteilung des Unternehmens.

In den vergangenen zehn Jahren habe man daran gearbeitet, die Marke auferstehen zu lassen und Borgward in ein „modernes, profitables Automobilunternehmen von internationalem Rang zu verwandeln“, heißt es sehr selbstbewusst weiter.

Nach Informationen der Zeitschrift „Auto Bild“ soll ein chinesischer Nutzfahrzeughersteller an der Wiederbelebung beteiligt sein. Fünf Modelle seien in Planung, darunter eine Oberklasselimousine. Von der Borgward AG heißt es dazu allerdings nur:  „kein Kommentar“.

Die Bremer Automobilfirma Borgward galt als die Individualisten-Marke der 1950er Jahre. Zeitweise gehörte das Unternehmen, das 1919 von Ingenieur Carl F.W. Borgward gegründet wurde, zu den größten deutschen Autoherstellern.

Zwischen 1929 und 1961 fertigte die Borgward-Gruppe (Marken: Borgward, Goliath und Lloyd) mehr als eine Million Fahrzeuge, über als 20.000 Menschen arbeiteten in den Bremer Produktionsstätten.

Die bekanntesten Modelle waren der Mittelklassewagen Borgward Isabella, der Borgward Hansa1500 und der Oberklassewagen P100, der erste deutsche Pkw mit serienmäßiger Luftfederung. 1961 musste das Unternehmen Konkurs anmelden.

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