Trend 2013 Autofahrer sparen an allem

Den deutschen Autofahrern sitzt das Geld nicht mehr so locker in der Tasche. Daher sparen sie in allen Bereichen wie der Wartung und bei den Reparaturen. Auch die Bereitschaft zum Neuwagen-Kauf ist zurückgegangen.
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Deutsche Autofahrern sparen derzeit laut einer Umfrage auch bei Wartung und Reparatur ihres Fahrzeuges. Quelle: MID

Deutsche Autofahrern sparen derzeit laut einer Umfrage auch bei Wartung und Reparatur ihres Fahrzeuges.

(Foto: MID)

Losheim am SeeDas Auto, der Deutschen liebstes Kind? So ganz scheint die Binsenweisheit nicht mehr zu stimmen. Zumindest kalkuliert die Mehrheit der Autofahrernation ihre Ausgaben schärfer denn je, spart sogar in sicherheitsrelevanten Bereichen wie Reparatur und Wartung.

16 Prozent der für den Trend-Tacho 2013 der Kfz-Sachverständigen-Organisation KÜS Befragten begründeten ihre Zurückhaltung mit Budget-Knappheit, fünf Prozent mehr als 2012. Diejenigen, die den Kauf eines Neuwagens planen und durchschnittlich 25.500 Euro auszugeben bereit sind, erwarten laut KÜS hohe Händler-Rabatte. Höher im Kurs stehen jedoch Gebrauchtwagen. Dafür wollen zwei Drittel der Interessenten jedoch nicht mehr als 10.000 Euro ausgeben.

Ganz oben auf der Pkw-Einkaufsliste steht mit einem Anteil von 40 Prozent die Mittelklasse, gefolgt von Kleinwagen mit 17 Prozent und Fahrzeugen der unteren Mittelklasse und der Kompaktklasse mit 14 Prozent. Bei den bevorzugten Antriebsarten liegen Fahrzeuge mit Benzinmotor mit einem Anteil von 43 Prozent deutlich vor denen mit einem Dieselaggregat, die 35 Prozent der Befragten präferieren.

Erdgas-, Hybrid- und Elektrofahrzeuge kommen zusammengerechnet auf vier Prozent, die verbleibenden 18 Prozent entfallen auf noch unschlüssige Personen. Gering ist die Absicht, auf ein eigenes Auto zu verzichten und statt dessen eines der Carsharing-Angebote zu nutzen: Der Umfrage zufolge ziehen dies lediglich zehn Prozent der Befragten in Betracht.

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9 Kommentare zu "Trend 2013: Autofahrer sparen an allem"

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  • Die Deutschen sollen es nur produzieren, nicht kaufen. Das ist deren Aufgabe im Exportweltmeister. Nur leider hat VW auch entdeckt, dass dann die Nähe zu den Absatzmärkten praktischer ist, sprich: was soll ich in DE noch Produktionskapazitäten ausbauen, wenn das Gros in China abgesetzt wird. Andere werden es genauso sehen.

    Der europäische Automarkt kippt spätestens, wenn europaweit oder deutschlandweit wie geplant auch noch die kilometermaut kommt. Hier verstehen politiker nicht, dass das Einkommen der meisten Einheimischen unter den Politikereinkommen ist.

    Unsere Region hier lebt größtenteils vom Tourismus und auch Tagestourismus/Kurzurlauber. Bin mal gespannt, ob sich der kommmende Kaufkraftverlust bzw. die Kaufkraftvernichtung auch auf diese Bereiche auswirkt. Auf den Verkauf, Haltung von PKW wird es sich auf jeden Fall auswirken, was die Ökodiktatur Brüssel und Berlin da plant.

    Kaufkraft hat in diesem Land keinen wert mehr, man soll die Autos nur bauen, von fahren hat keiner was gesagt, dafür gibts Fahrräder und Rollschuhe aus chinesischer Produktion.

  • Ich hab für mein letztes Auto 1400 Euro bar bezahlt. Seit dem brauchte er ein paar Reparaturen, das meiste davon macht mein Papa selbst in der Scheune eines Bekannten, z.b. auch Reifenwechsel etc.

    ich kenn kaum jmd., der sich Neuwagen kauft! Eigentlich nur wenige Bestverdiener, die meisten Neuwagen gehen als Dienstwagen weg, bei Porsche z.B. 64% inländisch.

    in den USA sind Autos mittlerweile 11 Jahre alt, in DE 9. Mein Auto ist Baujahr 1996. Ein kleiner Amerikaner.

    die Menschen werden in Europa die nächsten Jahrzehnte noch weniger Geld haben. Forciert wird das durch die Politik und ihre Ideen wie PKW Maut auf allen Straßen, diese werden endgültig dafür sorgen, dass viele Menschen sich ein Auto nicht mehr leisten können.

    wir lamentieren hier also über etwas, was vollkommen logische Folge ist. VW baut seine Produktion auch nur noch dort auf, wo was abgesetzt werden kann, in den BRIC. Der europäische Automarkt wird sterben. Das wird auch Schuld der Politik sein, denn der Staat ist in DE und Europa der größte Preistreiber.

    man stelle sich nur mal vor, man soll hier nachher 17 cent pro km zahlen für eine Maut auf allen Straßen, zzgl. zu den horrenden Benzinpreisen und das bei stagnierenden Löhnen! Nur vollkommen weltfremde Leute fordern sowas.

  • Autofahrer sparen an allem ! Ist da noch ein Wunder Bei den Preisen ? Wer den Markt über längere Zeit und auch vor der Euro-Umstellung beobachtet hat, der weiß, wovon ich spreche. Heute muß man für einen VW Golf locker 25.000 Euro hinlegen und da sind noch nicht mal viele Extra´s drinnen.
    25.000 Euro sind für mich 50.000 DM. Wenn damals jemand diesen Pries für ein solches Fahrzeug hätte bezahlen sollen, wäre der von dannen gezogen. Für diesen Preis gab es seinerzeit Fahrzeuge der obersten Oberklasse.

    Unser Ex_Kanzler Schröder war ja immer der Meinung, der Euro ist kein Teuro. Wie kam es dann zu dieser Preiserhöhung ? Das war ein riesiges " Politmärchen " ! Und offensichtlich sind die Bürger ( Wähler ) langsam, ganz langsam wach geworden und haben gemerkt, was Ihnen da über Jahre für ein Quatsch aufgetischt wurde. Der ( vor allem ) deutsche Autofahrer muß heute explizit aufpassen, das er nicht über den Tisch gezogen wird. Fahrzeuge werden in der Grundausstattung günstig angeboten, aber mögliche Sonderausstattung gibt´s nur als Paket.

    Da muß ich dann als Verbraucher ( und Kunde ) Dinge einkaufen, die ich nicht haben will, die aber nur so zu bekommen sind. Das können sich nur Lobby-Unternehmen leisten. Wenn ich als Handwerker bei meinen Kunden so auftreten würde, stünde ich schon vor dem ersten Handschlag wieder vor der Tür.

    Gut, das die Verbraucher und Wähler langsamm anfangen, sich besser zu orientieren und die Lobbyisten in Ihre Schranken weisen. Wie sagt der Volksmund : Einigkeit macht stark !

    Der Kunde, Verbraucher und Wähler kann vieles beeinflussen, wenn er dann mal will !

  • Jepp,

    meinem BMW 118d durfte ich nach 120tkm (4 Jahre alt) 2 neue Dieselinjektoren verpassen, Kostenpunkt 1900 Euro für die komplette Reparatur

  • Ich habe selten so einstimmige Meinungen in Bezug auf Autos gelesen, wie hier.
    Wer sich heute ein halbwegs gut ausgestattetes deutsches Fahrzeug leisten kann (Leasing ausgenommen) gehört schon zur oberen Schicht. Der Otto-Normalverbraucher kann sich ein solches Auto doch nur nach jahrelangem Sparen kaufen - wenn überhaupt.
    Wir könen froh sein, dass Japaner, Franzosen, "Tschechen" u. Koreaner noch Fahrzeuge für den Mittelstand produzieren. Ansonsten müssten wir alte gebrauchte VWs, Audis, BMWs... fahren. Naja, manche machen das auch aus Imagegründen.
    Das deutsche Auto ist für den Deutschen, wie das iPhone für den chinesischen Arbeiter. Beide bauen es zusammen, aber es sich leisten kann keiner.

  • Das Problem ist nicht nur dass die Autos teuerer geworden sind. Viele deutsche Autos sind zumindest hier in Europa völlig überteuert und absichtlich teilweise billig gebaut. In den USA sind deutsche Autos teilweise 50% günstiger zu haben. Massive Qualitätsprobleme hört man auch des öfteren über deutsche Autos.
    Beispiel 2.0 TDI. Nach 150.000km haben wir reihenweise in der Firma die Motoren ausgetauscht oder komplett instand setzen müssen. Sprich: der ganze Verbrauchsvorteil ist KOMPLETT weg wenn man beim Freundlichen 4000 EUR für eine aufwendige Instandsetzung eines 2.0 TDI auf den Tisch hauen soll. Nie mehr Passat 2.0 TDI - das wahrscheinlich schlechteste Produkt von VW. Ich habe , da ich mich des häufigen in Rumänien aufhalte , von einem dortigen Mechaniker ein amüsantes Fazit über den 2.0 TDI gehört. Viele wichtige Elemente des Motors seien drastisch schlechter gebaut als in den 80-er Jahren bei den alten Dacia Motoren unter Nikalei Chauschesco. Der Mann weiss wovon er spricht, hat doch an die 20 Stück des 2.0 TDI kaputt und zerlegt sehen dürfen.

  • Ich hab mich auch aus der Spirale verabschiedet. Wenn die 25.000 für einen Mittelklassewagen wirklich solide investiert wären - d.h. in ein sehr lang haltendes Fahrzeug, dann wäre das noch zu überlegen. Aber das ist es nicht. Kaum fährt man einen Neuwagen vom Hof - egal wie hoch die Rabatte sind - verreckt dessen Kurs förmlich. Weiterhin ist lauter Zeug drin, was ich weder will, noch brauche. Also lasse ich es bleiben, fahre weiter meinen Youngtimer und lasse die ganzen Leaser die Wirtschaft am Leben erhalten. Ich habe darauf keine Lust und solange sich die Autoindustrie nicht besinnt, kaufe ich keinen Neuwagen mehr. Basta.

  • Schneller, als beim privaten Neuwagenkauf, kann man sein Geld kaum vernichten.
    Ein 80 tausend Euro Wagen z.B Mercedes oder BMW bringt nach 2 Jahren nicht mal mehr die Hälfte.
    Wer soll sich denn, bei dem Wertverlust, privat einen großen Neuwagen anschaffen.

  • Früher kauften auch Rentner oftmals ein neues Auto. Heute nicht mehr. Wie soll es mit 0,25 % Rentenerhöhung brutto gehen? Seit Jahren sinkt die Nettokaufkraft der Rentner und der meisten Arbeitnehmer massiv. Explodierende Strom- und Energiepreise, massiv steigende kommunale Abgaben sowie die Verteurung der wichtigsten Lebensmittel lassen keine Investitionsspielräume mehr. Wie heißt es noch: "Autos kaufen keine Autos". Schuld an der Misere ist die deutsche Politik, die uns ans Pleiteausland ausverkauft und die den Geldesel für alle Welt spielt. Diese Schecks sind längst nicht mehr gedeckt: Zypern lässt grüßen. Die Enteignungsfolgen sind bekannt. Ein Neuanfang ist mit der "Alternative für Deutschland" möglich. Millionen Bürger sollten den Schritt wagen.

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