Trend zum Kleinwagen
Ölpreisrekorde belasten Automarkt

Der Automobil-Wissenschaftler Ferdinand Dudenhöffer prophezeit, dass die hohen Ölpreise die Hoffnungen auf einen Aufschwung der Autobranche in Deutschland zunichte machen.

HB GELSENKIRCHEN. Bereits im Juni werde die Zahl der Neuzulassungen voraussichtlich sinken, sagte Ferdinand Dudenhöffer, Professor für Automobilwirtschaft an der FH Gelsenkirchen, am Dienstag.

„Die hohen Energie- und Ölpreise wirken sich belastend auf die verfügbaren Einkommen der Konsumenten aus, die übervorsichtige Konsumneigung der Deutschen wird verstärkt.“ Daher würden die Kunden den Autokauf weiter hinauszögern. Dudenhöffer rechnet daher damit, dass die Zahl der Neuzulassungen in diesem Jahr entgegen den Hoffnungen auf eine Belebung leicht von 3,27 auf 3,25 Millionen verkaufte Autos sinken wird.

Dudenhöffer geht davon aus, dass die Ölpreise auch mittel- bis langfristig auf hohem Niveau bleiben werden. Dies werde den Trend zum Kleinwagen verstärken. „Nach unseren Prognosen wird der Kleinwagenmarkt in Deutschland von 750 000 Verkäufen im Jahr 2004 bis zum Jahr 2008 auf 920 000 Verkäufe steigen.“ Davon profitieren würden aber vor allem ausländische Hersteller wie Peugeot oder Toyota. In Deutschland ließen sich Kleinwagen nicht profitabel produzieren.

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