Tumminellis Designkritik
Opel Insignia: Kein echter Blitzsprung

Der "Insignia" soll Opel wieder in die obere Mittelklasse führen. Doch seit dem Aus für den "Omega" hat sich der Markt neu ausgerichtet.

Jahrelang wurde spekuliert, ob und wann Opel wieder in der oberen Liga spielen würde. Wenn auch nicht ganz auf Niveau des "Diplomat" - des 1977 eingestellten und leider längst vergessenen V8-Luxusliner in S-Klasse-Format - zumindest dort, wo 2003 der Omega endete: Im Gutbürgerland zwischen Opas Aushängeschild und ziviler Lockvogel für Autobahnpolizisten.

Schade für Opel, denn gerade die Verbindung zu GM hätte Kontinuität in einem Segment bringen können, das in Amerika als Standard gilt und in Europa schwer zu verteidigen ist. Der Markt für Stufenhecklimousinen ist rückläufig und kaum ein Hersteller ist in der Lage gewesen, eine verlorene Position in dessen oberen Segment wieder zu besetzen - man denke nur an Fiat, Renault, Peugeot, Ford und natürlich Opel.

Doch Opel nimmt nun einen neuen Anlauf - nach dem Motto "neuer Name, neues Auto, neue Ära". Im Juli folgt die Publikumvorstellung. Was zunächst verwirrt, ist die Feststellung, dass der "Insignia" ganz und gar nicht die Rückkehr von Opel in die obere Liga bedeutet. Mit einer Länge von 4,83 Metern landet der Neue zwar unweit von "E-Klasse" und "BMW 5", doch auch direkt neben "Passat" und Ford "Mondeo".

Als offizieller Nachfolger bleibt der "Insignia" also wieder dort, wo der "Vectra" früher war: in der Mittelklasse. Witziger Weise spricht Opel selbst von einem "Quantensprung". Aus unbekannten Gründen wird das faszinierende Wort medial stets falsch gebraucht. Ein Quantensprung ist der kleinstmögliche Übergang zwischen zwei Werten einer physikalischen Größe. Besagter Sprung passiert stets rasch, ist klitzeklein und führt kaum zu Qualitätsveränderungen.

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