Typische Rostmängel
Gebrauchte VW Bulli: Auf „Hilferufe“ des Autos achten

dpa/tmn HANNOVER. Wer sich einen alten VW „Bulli“ gebraucht kaufen will, sollte bei der Probefahrt auf ungewöhnliche Geräusche achten. „Solche Hilferufe des Autos können auf Schäden am Motor oder am Fahrwerk hinweisen.“ Das sagt „Bulli“-Experte Jan-Martin Oest, der im Internet unter » Bulliforum.com Tipps zum Thema gibt. So deute etwa ein Poltern an der Vorderachse oft auf Schäden an den oberen Traggelenken hin. Ein Klackern könne dagegen ein Signal für eine defekte Antriebswelle sein.

Um mögliche Schäden beim Gebrauchtkauf einschätzen zu können, sollten Neulinge am besten jemanden mitnehmen, der sich mit den alten Modellen auskennt oder zumindest schon öfter damit gefahren ist, rät Oest. „Wer sonst nur mit neueren Autos zu tun hat und dann zum ersten Mal einen Blick unter die Motorhaube von so einem älteren Bus wirft, findet sich da nicht gleich auf Anhieb zurecht.“ Grundsätzlich sei es kein gutes Zeichen, wenn der Motor zu ölig erscheint. Typische Mängel seien auch Rost an den Radläufen. „Außerdem sollte man die Heckklappe und die Schiebetür von innen betrachten - die bröseln oft unten weg.“

Wer glaubt, mit einem alten „Bulli“ ein Schnäppchen machen zu können, irre sich, warnte Oest. „Viele Studenten kaufen sich so einen Bus und freuen sich, dass er so billig zu haben war - das ist aber eine Milchmädchenrechnung.“ Schließlich handele es sich um ein Auto, dass oft 20 Jahre oder älter ist - „da fallen dann auch öfter mal Reparaturen an, die ins Geld gehen können“.

Wer aber für einen defekten „Bulli“ einen günstigen Austauschmotor findet, könne damit gleichzeitig den Verbrauch auf heute übliche Werte drosseln. Allerdings sei bei solchen Umbauten zu beachten, dass der Wagen dann oft nicht mehr als Oldtimer anerkannt wird. Dadurch fallen Vergünstigungen bei der Kfz-Steuer und der Versicherung weg.

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