Überblick des ACE
Was sich für Autofahrer 2007 ändert

Auf die Autofahrer kommen von Januar an erhebliche Änderungen zu. So werden sie wegen der Erhöhung der Mehrwertsteuer beispielsweise für Sprit und Neuwagen stärker zur Kasse gebeten. Außerdem müssen sie sich noch mehr vor Verkehrsdelikten im Ausland hüten, denn Knöllchen können nun auch in Deutschland eingetrieben werden.

HB STUTTGART. Der Auto Club Europa (ACE) hat dazu einen Katalog mit den wichtigsten Neuregelungen zusammengestellt:

Wegen der Erhöhung der Mehrwertsteuer müssen die Kraftfahrer schätzungsweise fünf bis sechs Cent pro Liter Benzin oder Diesel mehr zahlen. Auch die Versicherungssteuer wird angehoben. Der ACE geht davon aus, dass im nächsten Jahr unterm Strich die Kosten für Mobilität einschließlich Auto, Bus und Bahn erneut um drei bis vier Prozent stärker ansteigen werden als die allgemeinen Lebenshaltungskosten.

Für die Mehrzahl der Berufspendler wird die Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstätte teurer. Grund dafür ist nach Angaben des Autoclubs die Kürzung der so genannten Entfernungspauschale. Ihr bisheriges Niveau von 30 Cent pro Kilometer wird nur auf den ersten Blick beibehalten. Denn der Aufwand für die Fahrt zur Arbeit kann beim Finanzamt künftig nur noch geltend gemacht werden, wenn die einfache Strecke mindestens 21 Kilometer beträgt. Grundsätzlich unberücksichtigt bleiben die ersten 20 Kilometer.

Teure Gleichstellung für Wohnmobilisten: Bei der Besteuerung ihrer fahrbaren Häuser geht es künftig nicht mehr allein nach Gewicht. In Stufen eingeführt wird nun auch die sonst bei Kraftfahrzeugen übliche schadstoffbezogene Komponente.

Nachrüsten von Diesel-Rußfiltern

Die Nachrüstung eines alten Dieselsfahrzeugs hingegen bringt bares Geld: Wer einen Rußpartikelfilter einbaut, bekommt einmalig 330 Euro vergütet. Die Regelung soll rückwirkend für 2006 gelten. Finanziert werden soll dies über Mehrbelastung von Dieselautos ohne Filter. Für sie werden künftig 1,20 Euro zusätzlich je 100 Kubikzentimeter fällig. Neue Pkw, die schwerer als 2,5 Tonnen wiegen, und leichte Nutzfahrzeuge sind ab Januar nur noch zum Verkehr zugelassen, wenn sie die Abgasstufe Euro vier erfüllen.

Für Verkehrsopfer werden ab dem Juni 2007 Verbesserungen in Kraft gesetzt. Eine entsprechende EU-Richtlinie sieht vor, dass Opfern von Fahrerflucht künftig die Schäden am Fahrzeug ersetzt werden. Wer bei einem Fahrer einsteigt, der möglicherweise Alkohol oder Drogen zu sich genommen hat, riskiert nicht mehr, nach einem Unfall vollkommen leer auszugehen. Bei unverschuldeten Unfällen im Ausland kann der ausländische Versicherer in der Heimat verklagt werden.

Einfacher und sicherer wird zudem der Autokauf im EU-Ausland. Importfahrzeuge genießen 30 Tage lang Versicherungsschutz.

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