Umdenken bei VW
Großspurig fahren mit dem XL Sport

Eigentlich hat VW das Leichtbaumobil XL1 entwickelt, um Verbrauchsrekorde zu brechen. Nun soll eine Sportversion dies auch mit Rundenrekorden auf Rennstrecken tun – mit Technik von der Konzerntochter Ducati.
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Eine Leichtbaukarosserie und eine windschlüpfige Karosserie kommen nicht nur dem Spritverbrauch zugute, sondern auch den Fahrleistungen. VW konnte daher offenbar nicht widerstehen und baut sein Ein-Liter-Auto XL1 zum Sportwagen um. Der schnelle XL Sport ist offiziell noch eine Studie soll aber künftig in Kleinserie gebaut werden – allerdings doppelt so oft wie sein sparsamer Bruder. 500 Stück sind geplant.

Statt des auf geringen Verbrauch ausgelegten Plug-in-Hybridantriebs aus Diesel- und Elektromotor erhält die neue XL-Variante aber ein Sport-Triebwerk. Weil unter der eng geschnittenen Karbon-Haut kaum Platz ist, hat man sich für einen Motor der italienischen Motorradtochter Ducati entschieden: den 147 kW/200 PS starken V2-Benziner aus dem Supersport-Bike 1199 Superleggera.

Der 1,2 Liter große Motor verfügt über die für die Marke typische desmodromische Ventilsteuerung, die zwar als vergleichsweise kompliziert, laut und wartungsintensiv gilt, aber auch besonders hohe Drehzahlen erlaubt, wie sie im Motorsport gefragt sind. Im XL Sport läuft der Motor daher extreme 11.000 Touren. Seine Kraft leitet er über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe auf die Hinterräder.

In Verbindung mit dem geringen Fahrzeuggewicht von 890 Kilogramm und dem cW-Wert von 0,189 soll der Sportwagen aus dem Stand nach 5,7 Sekunden Tempo 100 erreichen, die Beschleunigung wird nicht wie sonst üblich bei 250 km/h abgeregelt, sondern darf bis zu Tempo 270 weiter gehen. Damit der XL1 dabei auf der Straße bleibt, hat er ein neues Fahrwerk und einen ausfahrbaren Heckspoiler mit dem Antrieb des Lamborghini Aventador erhalten.

Verbrauchswerte nennt VW für die neue XL-Variante nicht. Die 0,9 Liter des effizienten Schwestermodells werden aber wohl deutlich übertroffen. Möglicherweise könnte dafür aber der Preis ziviler ausfallen und die 111.000 Euro des XL1 unterbieten.

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