Umweltfreundliche Mobilität
Tanken an der Steckdose

Japans Autohersteller entwickeln neue Techniken für Elektroautos, um ihre Top-Position im Markt für umweltfreundliche Mobilität zu halten. Die Strategen der Konzerne sind sich auf der Tokyo Motor Show einig, dass der Hybrid eine Kompromisslösung ist – langfristig gesehen planen sie die Einführung echter Wasserstoff- und Elektroautos.

TOKIO. Der logische nächste Schritt ist die Vermarktung von Steckdosenautos zum Aufladen über Nacht. Denn anders als Wasserstoff ist Strom in Haushalten verfügbar und kann ohne großen Aufwand auch in Tiefgaragen oder auf Parkplätzen von Unternehmen verfügbar gemacht werden.

Mitsubishi stellt mit dem I-MiEV Sports die Weiterentwicklung eines reinen Elektroautos als Studie vor. Das Auto ist im Vergleich zu den teils sehr bauchig geformten anderen Zukunftsautos auf der Tokioter Automesse schlank geschnitten. Es soll nach zehn Stunden Ladezeit seiner Lithium-Ionen-Batterien 160 Kilometer weit fahren können. Firmenchef Osamu Masuko verriet einen Termin für die Markteinführung, der etwas vor dem der Konkurrenz liegt: Schon 2009 könnte aus dem I-MiEV Sport ein Serienmodell werden. Entwicklungschef Toru Hashimoto denkt bereits an Neuerungen, die den Umgang mit einem reinen Elektroauto einmal stark vereinfachen könnten. So ließe sich das Auto einmal drahtlos aufladen, wenn in der Garage ein entsprechender Mikrowellensender im Boden eingelassen ist. Der Wirkungsgrad dieser Stromübertragung liege jedoch derzeit nur bei 80 Prozent.

Umwelt-König Toyota stellt Spritsparen, Nachhaltigkeit und Menschenfreundlichkeit der Autos ins Zentrum seiner ganzen Präsentation. Mit den schon etablierten Produktlinien der Hybride geht es weiter. Dank Kohlefasertechnik ist der künftige Hybrid mit dem Codenamen 1/X nur einen Bruchteil so schwer wie ein heutiger Prius. Noch andere Einsparleistungen rechtfertigen den Namen: Toyota zufolge soll das Auto den Verbrauch nochmals halbieren. Die Batterie für die elektrische Komponente lässt sich per Kabel laden, als Treibstoff für den Verbrennungsmotor kommt auch Bioethanol in Frage. Die Oberklasse bedachte Toyota mit dem Hybrid-Komfortgeländewagen LF-Xh in neuem Design und mit kräftigen Motoren. Honda stärkt die Hybrid-Kompetenz mit dem Prototyp für einen drehmomentstarken Sportwagen, dem CR-Z.

Japans zweitgrößter Autobauer, Honda, stellte wie Toyota einen Prototyp vor, der besonders auf seine menschlichen Insassen reagieren soll. Das Brennstoffzellenauto Puyo ist zudem außen gepolstert, um besonders freundlich zu wirken, und zeigt seinen Fahrzustand durch Farbwechsel an. Die Insassen sitzen unter einem großen gewölbten Glasdach im Hellen gemütlich zusammen. Die Kabine lässt sich auf den Rädern komplett herumdrehen. Die Ideen sollen jedoch frühestens in 20 Jahren in der Serienproduktion auftauchen.

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