Umweltfreundliche Technologie
Fiat baut Öko-Stadtfloh

Der italienische Autohersteller Fiat bringt ein Modell auf den Markt, das vollständig kompostierbar ist. Damit stellt sich der Konzern an die Spitze der Öko-Bewegung auf dem Automarkt. Doch Entwicklungschef Nervio Di Gusto reicht das nicht aus.

BERLIN. Grüne Reifen, asymmetrische Fenster, großflächige Sonnenkollektoren: Das Design ist gewöhnungsbedürftig – und der Ansatz radikal. Mit „Phylla“ hat Fiat das erste vollständig recyclebare Konzeptauto vorgestellt. Der mit Umweltforschern und Biokunststoffherstellern entwickelte Kleinwagen soll eine neue Ära ökologischer Fortbewegung begründen – so zumindest das Ziel des italienischen Automobilherstellers.

Fiat wird damit zum Vorreiter einer Entwicklung, die die gesamte Autobranche erfasst hat. Die großen Hersteller forschen nach Möglichkeiten, die Bauteile der Wagen verstärkt aus wiederverwertbaren Rohstoffen zu fertigen. Grund dafür sind neue Vorschriften: Ab 2010 verlangt die Europäische Union, dass Neufahrzeuge mindestens bis zu 85 Prozent recyclingfähig und bis zu 95 Prozent wiederverwertbar sind.

Solche Werte schafft der Phylla spielend. Der Clou dabei ist die biologisch abbaubare Karosserie aus Kunststoff auf einem Alurahmen. Ein Großteil des Autos ist so kompostierbar. Und ist der Aufbau beschädigt oder will der Besitzer den Wagen anders nutzen, lässt sich eine andere Karosserie auf das Fahrgestell schrauben.

Doch Entwicklungschef Nervio Di Gusto reicht das nicht aus: Er will auch Probleme wie Kohlendioxidbelastung, Lärm und Erdölabhängigkeit beheben – und einen emissionsfreien Antrieb in das knapp drei Meter lange Mobil einbauen. Sein Ziel: „Ein Fahrzeug, das effizient und völlig recyclebar ist, um den Abgasausstoß in den Städten zu eliminieren und die Umweltbelastung zu verringern.“

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