Umweltstudie
Motorräder sind meistens laute Dreckschleudern

Motorräder auf deutschen Straßen sind einer Studie zufolge größtenteils zu laut, verbrauchen zu viel Sprit und stoßen zu viel Schadstoffe aus.

HB BERLIN. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Heidelberger Instituts für Energie- und Umweltforschung (IFEU), die der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) am Dienstag in Berlin vorgestellt hat. Dabei waren dem VCD zufolge alle rund 300 Motorradmodelle auf dem deutschen Markt getestet worden. „Motorroller und Motorräder bleiben in allen entscheidenden Kategorien weit hinter technisch machbaren und aus Umweltsicht erforderlichen Werten zurück“, kritisierte Gila Altmann vom VCD- Bundesverband. Auch viele Kunden hätten bei der Modellwahl die Umwelt noch zu wenig im Blick. Die Politik habe es versäumt, ähnlich wirksame Grenzwerte wie für Autos einzuführen.

IFEU-Experte Frank Dünnebeil monierte, die Datenlage sei im Vergleich zum Automarkt miserabel. So gebe es für den Spritverbrauch bei den gegenwärtig angebotenen Modellen keine normierten Messverfahren und Angaben der Hersteller. Von Januar 2006 an ist die Schadstoffstufe Euro 3 bei der Markteinführung von neuen Motorrädern vorgeschrieben, im Verkauf ist sie von Anfang 2008 an verbindlich. Erst dann gebe es eine einigermaßen akzeptable und einheitliche Situation beim Schadstoffausstoß neuer Modelle, die allerdings noch immer hinter dem aktuellen Standard bei Autos zurückbleibe, hieß es.

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