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Unfall durch Bedienen des Autoradios: Versicherung muss zahlen

Wer beim Bedienen des Autoradios einen Unfall baut, verliert nicht unbedingt den Vollkaskoschutz. Über ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Nürnberg (Az.: acht U 4 033/04) berichtet die Rechtsanwaltskammer Oldenburg.

dpa/gms OLDENBURG. Wer beim Bedienen des Autoradios einen Unfall baut, verliert nicht unbedingt den Vollkaskoschutz. Über ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Nürnberg (Az.: acht U 4 033/04) berichtet die Rechtsanwaltskammer Oldenburg.

Nur wenn ein Autofahrer über längere Zeit abgelenkt ist und nicht auf den Verkehr achtet, handle er grob fahrlässig. Im verhandelten Fall war ein Autofahrer beim Bedienen des Radios auf eine Verkehrsinsel gefahren und hatte sein Fahrzeug schwer beschädigt. Die Vollkaskoversicherung lehnte die Schadensübernahme ab, da der Autofahrer grob fahrlässig gehandelt habe. Das Gericht widersprach dieser Auffassung. Es ging davon aus, dass der Fahrer nur kurzzeitig abgelenkt war.

In einem früheren vergleichbaren Fall hatten sich die Richter des OLG Nürnberg dagegen nicht auf die Seite des betroffenen Autofahrers gestellt: Dieser hatte für fünf Sekunden und damit nach Ansicht des Gerichts zu lange an seinem Kassettenrekorder hantiert.

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