Unfall-Serie
Wieder ein Tata Nano abgebrannt

Eigentlich wollte der indische Hersteller mit einem billigen Massenauto die Konkurrenz das Fürchten lehren. Die Verkäufe lagen allerdings massiv unter den Erwartungen - und es häufen sich Brände, wohl wegen Kurzschlüssen
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Der indische Autohersteller Tata bekommt die Probleme mit seinem Kleinwagen Nano offenbar nicht in den Griff: Erneut geriet ein Nano aus noch ungeklärter Ursache in Brand, wie Tata am Montag mitteilte. Demnach brannte das Auto am Sonntag in der Hauptstadt Neu Delhi. Laut der "Times of India" gelang es zwei Brüdern gerade noch, aus dem Auto zu springen. Eine Gruppe von Ingenieuren sei unterwegs, um den Vorfall zu untersuchen, sagte ein Unternehmenssprecher. Dies brauche "sehr viel Zeit".

Der Tata ist seit Sommer 2009 auf dem Markt, und seitdem sind bereits mehrfach Nanos in Brand geraten, offenbar wegen Kurzschlüssen. Die Verkaufszahlen liegen auch wegen Bedenken der Verbraucher weit unter den Erwartungen des Herstellers.

Firmenchef Ratan Tata hatte den Nano als billigstes Auto der Welt angepriesen. Millionen indische Haushalte sollten sich damit erstmals einen Kleinwagen leisten können. Der Nano fährt in der Spitze 105 Kilometer pro Stunde. Extras wie ein Antiblockiersystem, Servolenkung oder Klimaanlage hat der Wagen nicht.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Die wirklich interessante Frage ist, wieviel Geld Tata mit seinem Billigprojekt bisher verlor.
    Die Euphorie für Billigautos hat inzwischen nachgelassen. Kunden wollen preiswerte Autos, keine billigen, selbst in Indien.

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