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Unfallspuren im Schnee mit Gegenständen markieren

Bei Unfällen im Winter sollten Autofahrer die Bremsspuren auf verschneiter oder eisglatter Fahrbahn mit farbigen Gegenständen markieren. Dies erleichert zum Beispiel das Anfertigen von Beweisfotos.

dpa/gms STUTTGART. Bei Unfällen im Winter sollten Autofahrer die Bremsspuren auf verschneiter oder eisglatter Fahrbahn mit farbigen Gegenständen markieren. Dies erleichert zum Beispiel das Anfertigen von Beweisfotos.

Für die Schadensregulierung der Versicherung sei es wichtig, alle Unfallspuren möglichst genau festzuhalten, empfahl Rainer Hillgärtner, Pressesprecher des Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart, in einem dpa/gms-Gespräch. Am Wochenende hatten sich in mehreren Bundesländern nach starken Schneefällen und Blitzeisbildung etliche Verkehrsunfälle ereignet.

Weil sich auf Schnee oder eisglatter Straße die sonst übliche Kreide zum Markieren von Spuren nicht eignet, sollten im Winter stattdessen Taschentücher, Zigarettenschachteln oder Wollschals verwendet werden, rät Hillgärtner. Falls eine Kamera vorhanden ist, sollte die Unfallstelle dann aus allen Perspektiven fotografiert werden. Auf diese Weise lasse sich auch bei verschneiter oder spiegelglatter Fahrbahn das Unfallgeschehen besser rekonstruieren.

Grundsätzlich gelten bei Unfällen im Winter allerdings die selben Verhaltenstipps wie im Sommer. So sollten laut dem ACE-Sprecher die Namen und Anschriften von Unfallzeugen notiert werden. Auch die Unfallbeteiligten sollten ihre Personalien austauschen. Schließlich ist es ratsam, Name und Anschrift der Versicherung des Unfallverursachers und dessen Versicherungsnummer in Erfahrung zu bringen. Wird eine Unfallskizze angefertigt, sind darauf neben dem Straßenverlauf auch die Standorte der Fahrzeuge, deren Kennzeichen und Abstandsmaße etwa zum Fahrbahnrand zu dokumentieren. Im Bild festzuhalten sei auch das Kennzeichen des Unfallgegners.

„Um späteren Streit zwischen Unfallbeteiligten zu vermeiden, sollte im Zweifel immer die Polizei zur Unfallaufnahme beziehungsweise zur Beweissicherung gerufen werden“, rät Hillgärtner. Der ACE-Sprecher weist allerdings darauf hin, dass die Beamten nicht verpflichtet sind, an den Unfallort zu kommen, um Fragen privater Interessen zur Schadensregulierung zu klären. Die Pflicht zur polizeilichen Unfallaufnahme bestehe nur, wenn Personenschäden zu beklagen sind oder wenn von einer Verkehrsstraftat auszugehen ist.

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