Unterstützung kann Mulally gebrauchen
Ford: Export europäischer Modelle in die USA

Bei der Erneuerung seiner Fahrzeugflotte baut Ford-Chef Alan Mulally auf Hilfe aus Deutschland. Wie die WirtschaftsWoche in ihrer neuen Ausgabe berichtet, prüft eine Abordnung aus Detroit derzeit in der Europazentrale in Köln, welche aktuellen und künftigen Modelle sich für einen Export in die USA eignen.

Interesse zeigen die Amerikaner vor allem am neuen Mondeo, der in Europa im kommenden Frühjahr in den Verkauf geht und in den USA unter der Marke Mercury vertrieben werden könnte. Durchgerechnet wird auch ein Export des Focus sowie der Großraumlimousinen S-Max und Galaxy, die in Europa einen glänzenden Start hingelegt haben. „Unser Portfolio wird von den Kollegen aus Übersee rauf und runter dekliniert“, sagt Jürgen Stackmann, Verkaufschef der Kölner Ford-Werke.

Unterstützung kann Mulally gebrauchen: Wegen der verfehlten Modellpolitik seines Vorgängers William Clay Ford schrumpft in den USA seit Monaten der Marktanteil des Autoherstellers. Das laufende Geschäftsjahr wird er voraussichtlich mit einem Verlust von neun Milliarden Dollar abschließen, zudem schwächelt inzwischen auch die Finanztochter. Mit dem Plan, erfolgreiche europäische Modelle auch in den USA anzubieten, würde Ford dem Beispiel von General Motors, der Mutter von Opel, folgen: Der Opel Vectra der nächsten Generation (von 2009 an) soll in den USA unter dem Zeichen der Schwestermarke Saturn verkauft werden. Bereits im kommenden Jahr soll die zweitürige Ausführung des Kompaktwagen Astra in die Staaten verschifft und dort als Saturn angeboten werden. Ein entsprechender Vertrag steht kurz vor dem Abschluss.

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