Urteile
Für Aquaplaning-Unfälle haftet Autofahrer allein

Für Unfälle auf Grund von Aquaplaning kann ein Autofahrer nicht grundsätzlich Bund, Land oder Gemeinden haftbar machen. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Mainz hervor.

dpa MAINZ. Für Unfälle auf Grund von Aquaplaning kann ein Autofahrer nicht grundsätzlich Bund, Land oder Gemeinden haftbar machen. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Mainz hervor.

In diesen Fällen spreche vielmehr der „erste Anschein“ dafür, dass der Autofahrer trotz des Wassers auf der Fahrbahn die angemessene Geschwindigkeit nicht eingehalten habe und es deshalb zu dem Unfall gekommen sei (Az.: vier O 76/04).

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Schadensersatzklage eines Autofahrers gegen das Land Rheinland-Pfalz ab. Der Kläger war bei starkem Regen wegen einer Wasseransammlung auf einer Autobahn ins Schleudern geraten und verunglückt. Für den an seinem Fahrzeug entstandenen Schaden verlangte er zumindest eine Mithaftung des Landes, da die Behörden nicht für einen ordnungsgemäßen Ablauf des Regenwassers gesorgt hätten.

Das Landgericht sah für eine Mithaftung des Landes jedoch keine Rechtsgrundlage. Selbst wenn die Abläufe der Fahrbahn verstopft gewesen sein sollten, wie der Kläger behaupte, ändere dies nichts daran, dass er seine Geschwindigkeit den Fahrbahnverhältnissen nicht angepasst habe. Den Nachweis, dass das Land die Abläufe nicht regelmäßig durch die Mitarbeiter der Autobahnmeisterei habe kontrollieren lassen, habe der Kläger nicht erbracht.

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