Urteile
Schmerzensgeld für Unfall noch nach Jahren möglich

Spätfolgen eines Unfalls können noch nach Jahren Ansprüche auf ein höheres Schmerzensgeld begründen. Wie aus einem Urteil des Landgerichts Kaiserslautern hervorgeht, kann hier nicht der Einwand der Verjährung entgegengehalten werden.

dpa KAISERSLAUTERN. Spätfolgen eines Unfalls können noch nach Jahren Ansprüche auf ein höheres Schmerzensgeld begründen. Wie aus einem Urteil des Landgerichts Kaiserslautern hervorgeht, kann hier nicht der Einwand der Verjährung entgegengehalten werden.

Denn maßgeblich für die Verjährungsfrist sei nicht der Unfalltag. Vielmehr beginne diese Frist erst mit dem Zeitpunkt, von dem an das Unfallopfer von den Spätfolgen wisse (Az.: zwei O 333/01).

Das Gericht verurteilte mit seinem Spruch einen Autofahrer, einem Unfallopfer weitere 20 000 Euro Schmerzensgeld zu zahlen. Außerdem stellten die Richter klar, dass der Autofahrer abermals mit neuen Schmerzensgeldzahlungen rechnen muss, wenn der Kläger erneut operiert werden müsste.

Der Kläger war im November 1991 als Fußgänger Opfer eines Verkehrsunfalls geworden. Der Unfallverursacher verpflichtete sich, dem Kläger rund 11 500 Euro Schmerzensgeld zu zahlen. Als sich sieben Jahre nach dem Unfall eine schwere Herzschädigung als Spätfolge herausstellte und der Kläger operiert werden musste, verlangte er ein weiteres Schmerzensgeld in Höhe von mindestens 50 000 Euro. Das Landgericht wertete diese Forderung zwar als zu hoch. Allerdings schloss es die Zahlung dieser Summe auch nicht aus, wenn weitere Operationen notwendig würden.

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