US Consumer Report

Tesla S zieht Cayman und Corvette davon

Wenn US-Verbraucherschützer Neuwagen-Käufer in Sachen Zufriedenheit befragen, dann hört die Branche aufmerksam zu. In diesem Jahr machen ausgerechnet Sportwagen das Rennen.
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Wirkt immer noch ein bisschen futuristisch: Innenansicht des Model S von Tesla.+ Quelle: PR

Wirkt immer noch ein bisschen futuristisch: Innenansicht des Model S von Tesla.+

(Foto: PR)

DüsseldorfGanz taufrisch ist es ja schon nicht mehr, das Model S, das der kalifornische Elektroauto-Pionier Tesla 2012 auf den Markt brachte. Und doch sind seine frühen Käufer ganz vernarrt in die leistungs- und reichweitenstarke Limousine, die rein batteriebetrieben fährt. Das belegt die aktuellste Auswertung des Consumer Report, einer in den USA hoch angesehen Publikation, die etwa unserer Stiftung Warentest entspricht.

Befragt nach der Zufriedenheit erteilten amerikanische Besitzer des Tesla dem Fahrzeug 98 von 100 möglichen Punkten. Ein Spitzenwert, mit dem Chevrolets neue Corvette Stingray und Porsches Einstiegsmodell Cayman distanziert wurden, wenn auch nur knapp.

Ein Blick in Teslas Model S
Tesla Model S 5
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Sieht so die Zukunft aus? Das Tesla Model S setzt neue Maßstäbe in Sachen Beschleunigung und Reichweite von batteriebetriebenen Elektroautos. Und die Limousine macht in der getesteten Performance-Variante (Grundpreis: 91.200 Euro, Standard mit geringerer Leistung und Reichweite ab 68.000 Euro) auch richtig Spaß. Handelsblatt Online ist intensiv Probe gefahren...

Tesla Model S 11
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Dezent und modern – die LED-Scheinwerfer und die schwarz abgesetzte Front fügen sich sehr gut ein in das zurückhaltend elegante Erscheinungsbild, das absolut in die europäische Oberklasse passt. Mit einer Breite von 2,19 Metern ist der Tesla allerdings breiter als jede S-Klasse.

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Besonders das Tesla-Logo ist bisher meist nur Autointeressierten bekannt. Benannt ist die Marke nach dem US-Physiker Nikola Tesla. Dieser hatte einst das Gleichstromsystem von Thomas Edison durch ein effektiveres Wechselstromsystem ersetzt.

Tesla Model S 6
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Die Kofferraumklappe fällt relativ groß aus. Mit einer Länge von 4,97 Metern und einem Radstand von 2,96 Metern liegt der Tesla souverän auf der Straße.

Tesla Model S 16
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Schon die Türen im Tesla sind einzigartig. Die Türgriffe versinken während der Fahrt und im Parkmodus in der Tür - und sorgen so für einen besonders niedrigen Luftwiderstand. Nähert man sich dem Auto, fahren sie automatisch wieder aus. Allerdings haben sie keine Sensoren und können beim automatischen Einfahren auch die Finger einklemmen - das sind halt Kinderkrankheiten der ersten Model S-Generation.

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Standardmäßig fährt das Model S auf 19-Zoll-Felgen mit Goodyear-Bereifung. Gegen 4.600 Euro Aufpreis sind wie beim Testwagen auch 21-Zoll-Felgen in Silber und grau erhältlich, die mit zwei Zentimeter breiteren Michelin-Sportreifen bezogen werden.

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Anders als in den USA verfügen die europäischen Teslas über einen Typ 2 Anschluss, der mit den meisten öffentlichen Ladestationen kompatibel ist. Darüber hinaus kann der Tesla an jeder haushaltsüblichen Steckdose geladen werden - allerdings deutlich langsamer.

350.000 Modelle bzw. Käufer wurden von der Verbraucherschutz-Organisation nach eigenen Angaben abgefragt. In ihre Beurteilung fließen weiche und durchaus subjektive Kriterien wie Styling, Komfort und Fahrverhalten ein, außerdem Kriterien wie Verbrauch und Unterhalt. Zugespitzt wird dies in der Frage: „Würden Sie dieses Fahrzeug erneut kaufen?“

98 von 100 Befragten Tesla-Besitzern sagten ja auf diese Frage. Bei der Corvette Z06 Stingray waren dies 95, bei Porsche Boxster und Cayman 91. Damit nimmt Tesla bei der für den amerikanischen Automarkt wichtigen Studie das zweite Jahr in Folge die Spitzenposition ein. Zur Begründung führten die Befragten nicht nur Raumangebot, Komfort und Fahrspaß an, sondern auch niedrige Unterhaltskosten.

Tesla-Mitgründer und Mehrfach-Milliardär Elon Musk kann das nur Recht sein, er hielt zuletzt einige unschöne Nachrichten parat. So sagte er zwar im vergangenen Monat, man wolle vom Firmensitz Palo Alto aus 2015 rund 50.000 Fahrzeuge verkaufen. Doch es gab eine monatelange Untersuchung von US-Behörden, nachdem mehrere Fahrzeuge in Brand geraten waren. Sie endete mit einem formellen Rückruf.

Und die Markteinführung des lang erwarteten dritten Tesla-Modells, ein SUV namens X, wurde erneut verschoben, aufs dritte Quartal 2015. Tesla-Aktionäre trauen der Firma trotz ihrer im Branchenvergleich geringen Größe, Produktionskapazität und Auslieferungsquote viel zu. Die unter anderem an der Nasdaq notierte Aktie legte 2014 um mehr als die Hälfte zu.

Bemerkenswert ist in der aktuellen Auswertung außerdem das starke Abschneiden von alternativ angetriebenen Modellen in den USA. So führen in der Kompaktklasse der Chevrolet Volt (wie der Opel Ampera ein Plug-in-Hybrid) und der Toyota Prius das Ranking an. In der Mittelklasse schlagen die (Plug-in-) Hybride von Honda Accord und Ford Fusion bzw. Mondeo die Konkurrenz aus Benzin-, Diesel-, und Gas-Antrieb.

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