VCD-Broschüre soll Verbrauchern bei der Auswahl helfen
Klimaschonende Autos für jeden Geldbeutel

Wer aufs Auto nicht verzichten will, kann schon heute klimaschonende Modelle finden - und zwar in jeder Wagenklasse vom Stadtflitzer bis zur Staatskarosse. Dies geht aus neuen Verbraucher-Broschüre des Verkehrsclub Deutschland hervor.

HB BERLIN. „Wir gehen von den Menschen aus“, sagt Mitautor Michael Adler. Ökologisch vertretbare Autos gebe es auch für Käufer, die Wert auf Fahrspaß oder großes Platzangebot legten. Die 25 empfohlenen Wagen für fünf verschiedene Nutzertypen vom Single bis zum Sportwagenfahrer halten im Durchschnitt bereits jetzt in etwa den für 2012 geplanten EU-Grenzwert von 130 Gramm Kohlendioxid je Kilometer ein. Damit liegen sie weit unter dem Durchschnitt von 172,5 Gramm der 2006 neu zugelassenen Wagen.

Der Durchschnittswert bezieht sich stets auf die gesamte Wagenflotte. Auch künftig soll ein Kleinwagen weniger ausstoßen dürfen als eine Familienkutsche oder ein Mittelklassemodell. Es wird erwartet, dass die EU für jede Klasse eigene Grenzwerte vorgibt. So verfuhr auch der VCD bei seinem Test.

So suchte der ökologisch ausgerichtete Verband in der Kleinwagenklasse - Nutzertyp „Stadtfrau“ - Autos mit weniger als 120 Gramm Kohlendioxidausstoß. Dabei erhielten unter anderen der Fiat Panda Bipower, der Renault Twingo Quickshift, der Daihatsu Cuore, der Smart und der Toyota Aygo den grünen VCD-Ökopunkt, der bedeutet: Wenn ein Auto, dann so eins.

Für den Nutzertyp „Status“ - „Autos, die Werte vermitteln“ - gab der VCD eine Höchstgrenze von 160 Gramm Kohlendioxid vor. Darunter liegen nicht nur der viel gepriesene Toyota Prius Hybrid, sondern auch der VW Passat Blue Motion oder der Jaguar X-Type 2.2 D. Für „Sportwagenfahrer“ empfehlen die Tester den VW Eos TDI, den Honda Civic oder den Daihatsu Copen, die ebenfalls alle unter 160 Gramm liegen. Für Familien stehen der Ford Focus 1.6 TDCi Tournier oder der Opel Zafira mit Gasantrieb auf der Liste. Hier wurde ein Grenzwert von 150 Gramm Kohlendioxid je Kilometer angenommen.

VCD fordert niedrigeren EU-Wert

Im Mittel haben alle empfohlenen Wagen einen Ausstoß von 131 Gramm, wie VCD-Verkehrsexperte Gerd Lottsiepen sagte. Dies zeige, dass der für 2012 geplante EU-Grenzwert bereits jetzt erreichbar sei. Folglich müsse er verschärft werden, um den Autobauern Anreiz für Verbesserungen zu geben. Der EU-Grenzwert solle unbedingt auf die ursprünglich vorgesehenen 120 Gramm festgeschrieben werden, forderte Lottsiepen. Dagegen waren die deutschen Autobauer massiv zu Felde gezogen, denn ihre Modelle liegen laut VCD derzeit im Schnitt bei 177 Gramm. Deutschland hatte in der EU den 130-Gramm-Wert verlangt.

Dabei erhalten in fast allen Klassen auch Modelle deutscher Hersteller den grünen VCD-Punkt. So gibt es für den Nutzertyp „Pragmatiker“ - Hauptsache fahrtüchtig und sparsam - unter anderen der Mercedes A160 CDI, der VW Polo BlueMotion oder der Opel Corsa 1.2 Twinport Ecotec. Beim Nutzertyp Familie stammen alle empfohlenen Modelle von Ford oder Opel. Nur bei den kleinen Stadtwagen schafft es kein einziges deutsches Modell unter die empfohlenen fünf.

Allerdings sondert der VCD in jeder Klasse auch deutsche Modelle mit dem roten Punkt als „nicht empfehlenswert“ aus. In der Familien-Klasse ist das zum Beispiel der Publikumsliebling VW Sharan 2.0 TDI mit 181 Gramm Kohlendioxid. Beim Typ „Status“ fällt nicht nur der Audi Q7 3.0 TDI Quattro mit 282 Gramm durch, sondern fast alle deutschen Oberklassemodelle und Edelgeländewagen.

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