Verband: Langwierige Regierungsbildung könnte weiteren Stellenabbau auslösen
Autohersteller drohen der Politik

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) drängt die politischen Parteien in Berlin zu einer schnellen Regierungsbildung. VDA-Präsident Bernd Gottschalk drohte indirekt mit zusätzlichem Stellenabbau in Deutschland, wenn sich die Politiker nicht zügig einigen sollten.

FRANKFURT. "Der Anpassungsdruck in der Branche wird umso größer, je länger die Regierungsbildung dauert", sagte Gottschalk am Dienstag auf der Handelsblatt IAA-Tagung in Frankfurt.

Der VDA, in dem sich alle deutschen Automobilhersteller zusammengeschlossen haben, malt ein düsteres Zukunftsszenario. "Wenn die Politik die Standortbedingungen nicht deutlich verbessert, werden wir gezwungen sein, unsere Restrukturierungs- und Kostensenkungsbemühungen noch einmal zu verstärken", kündigte Gottschalk ab. Dieser Prozess würde "nicht ohne Schmerzen" verlaufen und auch die Arbeitnehmerseite treffen.

Der Großteil der deutschen Autohersteller hat bereits die ersten Programme zum Stellenabbau beschlossen. Bei Opel müssen bundesweit etwa 10 000 Beschäftigte gehen. Volkswagen wird wahrscheinlich in ähnlicher Größenordnung Personal abbauen. Bei Mercedes haben die ersten Gespräche zur Reduzierung der Mitarbeiterzahlen begonnen. Nach ersten Schätzungen müssen beim Stuttgarter Konzern etwa 5 000 Menschen gehen.

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