Verkehr
An Bushaltestelle besonders vorsichtig vorbeifahren

dpa/gms KARLSRUHE/MüNCHEN. Autofahrer müssen an Bushaltestellen besonders vorsichtig vorbeifahren. Das geht aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe hervor, auf das die Zeitschrift „recht und schaden“ hinweist.

Ein Autofahrer hafte grundsätzlich in vollem Umfang, wenn ein Fußgänger an einer solchen Stelle beim Überqueren der Fahrbahn erfasst, verletzt oder gar getötet wird (Az.: VI ZR 50/05). Ob ein Fußgänger in der Situation tatsächlich in einen Bus einsteigen wollte oder aus ihm ausgestiegen ist, sei dabei unerheblich.

Das Gericht gab der Schadensersatzklage einer Witwe statt. Ihr Ehemann hatte die Fahrbahn gegenüber einer Bushaltestelle überqueren wollen. Dabei wurde er von einem Lastwagen erfasst und tödlich verletzt. Der LKW-Fahrer und die Haftpflichtversicherung waren der Auffassung, den Ehemann treffe zumindest ein Mitverschulden.

Der BGH sah die Rechtslage aber anders. Der LKW-Fahrer hätte die Bushaltestelle so passieren müssen, dass er notfalls sofort hätte anhalten können. Mit eiligen Fußgängern habe er an einer solchen Stelle geradezu rechnen müssen.

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