Verkehr
Dem Reh im Reflex ausgewichen: Kfz-Versicherung muss zahlen

Eine Kfz-Versicherung muss für Fahrzeugschäden auch dann aufkommen, wenn ein Autofahrer einem Reh reflexartig ausgewichen und es dadurch zu einem Unfall gekommen ist. Das berichtet die Zeitschrift „recht und schaden“.

dpa/gms KöLN. Eine Kfz-Versicherung muss für Fahrzeugschäden auch dann aufkommen, wenn ein Autofahrer einem Reh reflexartig ausgewichen und es dadurch zu einem Unfall gekommen ist. Das berichtet die Zeitschrift „recht und schaden“.

Das Magazin beruft sich dabei auf ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Köln. Der Autofahrer muss nach dem Richterspruch keinen so genannten Rettungswillen besessen haben (Az.: neun U 34/05). Das Gericht gab mit seinem Urteil der Zahlungsklage eines Autofahrers gegen dessen Fahrzeugversicherung statt.

Der Kläger war nach eigenen Angaben reflexartig mit seinem Wagen einem Reh ausgewichen und daraufhin im Straßengraben gelandet. Die Versicherung weigerte sich jedoch, den Fahrzeugschaden in Höhe von rund 8 600 Euro zu ersetzen. Zur Begründung gab sie an, der Kläger habe nicht bewusst und damit ohne Rettungswillen gehandelt. Daher bestehe kein Versicherungsschutz. Das OLG wertete diese Anforderungen als zu streng. Maßgeblich sei allein, ob objektiv eine Rettungshandlung vorgelegen habe. Dies sei hier der Fall gewesen.

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