Verkehr
Ein Becher Glühwein kann schon zu viel sein

dpa GELSENKIRCHEN. Schon ein einziger Becher Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt kann zum Verlust des Führerscheins führen. „Wer mit 0,4 Promille Alkohol im Blut Schlangenlinien fährt, riskiert die Fleppe“, sagt der Gelsenkirchener Fachanwalt Arndt Kempgens.

Nach Erfahrung des Verkehrs- und Versicherungsrecht-Juristen kennen viele Autofahrer lediglich 0,5-Promille als Grenze für eine Ordnungswidrigkeit. „Wenn ich jedoch mit 0,3 oder 0,4 Promille einen Fahrfehler begehe oder sogar einen Unfall baue, gilt das als alkoholbedingter, und der Führerschein ist erst mal weg“, sagt Kempgens.

Ein Becher Glühwein mit einer Alkoholkonzentration von zehn Prozent sei vergleichbar mit einer Flasche Bier, so Kempgens. Er rät dazu, sich nicht auf sein Gefühl zu verlassen: „Erfahrungsgemäß funktioniert es nicht, sich langsam an die Grenze heranzutasten“. Es sei keine Seltenheit, dass Glühwein-Opfer in der Vorweihnachtszeit in seiner Kanzlei sitzen. Ein typischer Fall seien etwa Auffahrunfälle an der Ampel. „Ab 0,3 Promille wird der Alkohol als Reaktionshemmnis angenommen, und der Führerschein ist weg.“

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