Verkehr
Radler dürfen anfahrenden Linienbus nicht überholen

Überholen Radfahrer einen anfahrenden Linienbus, haften sie bei einem Unfall für mögliche Schäden selbst. Der Deutsche Anwaltverein (DAV) in Berlin macht in diesem Zusammenhang auf ein Urteil des Kammergerichts Berlin (Az.: zwölf U 142/07) aufmerksam.

dpa/tmn BERLIN. Überholen Radfahrer einen anfahrenden Linienbus, haften sie bei einem Unfall für mögliche Schäden selbst. Der Deutsche Anwaltverein (DAV) in Berlin macht in diesem Zusammenhang auf ein Urteil des Kammergerichts Berlin (Az.: zwölf U 142/07) aufmerksam.

Dem Urteil zufolge müssen Busfahrer beim Losfahren von der Haltestelle nicht auf Radfahrer warten, die sich noch ein bis zwei Fahrzeuglängen hinter dem Heck des Busses befinden. In dem Fall hatte ein Radfahrer auf Schadensersatz und Schmerzensgeld geklagt, nachdem er mit einem Linienbus kollidiert war. Er hatte den Angaben zufolge hinter dem Bus zum Überholen angesetzt, obwohl dieser bereits aus der Haltebucht ausscherte. Beim Einscheren nach dem Überholen war der Radfahrer mit dem Bus zusammengestoßen.

Das Gericht wies die Ansprüche zurück. Zur Kollision sei es wegen eines groben Verschuldens des Radfahrers gekommen, als dieser nach einem riskanten Überholmanöver nur knapp vor dem Bus wieder einscherte, so die Richter. Hinzu komme, dass öffentliche Verkehrsmittel beim Anfahren und Einordnen in den fließenden Verkehr gegenüber dem Individualverkehr stets Vorrang haben.

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