Verkehrskontrolle
Einsatz gegen „Elefantenrennen“ und Drängeln

Die nordrhein-westfälische Polizei will mit einem neuartigen digitalen Messsystem gezielt gegen „Elefantenrennen“ und dichtes Auffahren von Lkw auf den Autobahnen des Landes vorgehen. Dabei will sich die Polizei in Zukunft nicht nur auf LKW beschränken.

HB BENSBERG. Innenminister Ingo Wolf stellte am Donnerstag eine der fünf mobilen Anlagen auf der Autobahn A4 bei Bensberg vor. Das Verkehrskontrollsystem (VKS) besteht aus mehreren Videokameras und einem mit entsprechender Technik ausgerüsteten Einsatzfahrzeug. „Im Prinzip wird ein digitales Netz über die Autobahn gelegt und bei einem konkreten Verdacht auf einen Verstoß scharfgeschaltet“, erläuterte Wolf.

Dank des neuen Systems könnten Abstand und Geschwindigkeit exakter gemessen werden als bei herkömmlichen Verfahren. Nach Angaben eines Sprechers des Innenministeriums konzentriert sich das VKS zunächst auf Verkehrsverstöße von Lkw-Fahrern. Es solle künftig aber auf alle Verkehrsteilnehmer ausgeweitet werden.

„Viele Unfälle werden durch zu dichtes Auffahren von Lkw verursacht“, sagte Wolf. Diese Vergehen, aber auch die so genannten Elefantenrennen, bei denen Lastwagen mit nur geringem Geschwindigkeitsüberschuss andere Fahrzeuge zu überholen versuchen, sollen mit dem neuen Messverfahren eindeutig nachweisbar sein.

Das Kontrollsystem und seine Messergebnisse sind nach den Angaben von Wolf gerichtlich anerkannt. 500.000 Euro koste die digitale Anlage. Der Minister sieht diese Ausgaben als eine Investition in die Verkehrssicherheit: „Wir erhöhen das Entdeckungsrisiko für Verkehrssünder und senken so die Unfallzahl.“

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