Verkehrsrecht aktuell
Fußgänger haftet nicht bei Zusammenstoß mit Radfahrer

dpa HANNOVER. Auf einem gemeinsamen Fuß- und Radweg müssen Radler auf Sicht fahren und Rücksicht auf Spaziergänger nehmen. Kommt es zu einem Zusammenstoß müssen Fußgänger nicht für die Verletzungen des Radlers haften.

Im vorliegenden Fall hatte ein Radfahrer nach einem Zusammenprall mit einem Fußgänger schwere Schulterverletzungen erlitten und Schmerzensgeld verlangt, berichtet die „Neuen Zeitschrift für Verkehrsrecht“ über ein Urteil des Landgerichts Hannover. Das Amtsgericht hatte der Klage zu 50 Prozent stattgeben, das Landgericht wies sie dagegen komplett zurück (Az.: 11 S 84/05).

Autofahrer trifft gegenüber Radlern besondere Sorgfaltspflicht

= < p>Wer allerdings Auto fährt, muss wiederum auf Radfahrer besonders achten. Die Stiftung Warentest weist in der September-Ausgabe ihrer Zeitschrift „Test“ auf ein entsprechendes Urteil des Landgerichts Oldenburg hin. Danach gilt: „Auch wer den Radweg in der falschen Richtung benutzt, hat an Grundstücksausfahrten Vorfahrt, denn Autofahrer trifft gegenüber Radlern eine besondere Sorgfaltspflicht.“

(Landgericht Oldenburg, Az.: 5 S 562/05)

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