Verkehrssicherheit
Wenig Vertrauen in autonomes Fahren

In den Autos mag das autonome Fahren langsam ankommen, in den Köpfen der Autofahrer allerdings offenbar noch längst nicht. Die Deutschen vertrauen zwar Assistenzsystemen, halten das Steuer aber gern selbst in der Hand.
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Das autonome Fahren kommt, verschiedene Hersteller und Zulieferer haben die neuen, zu einem großen Teil automatisch fahrenden Autos ab 2020 in Aussicht gestellt. Doch die Autofahrer sind bisher noch nicht hundertprozentig überzeugt von der neuen Technik. Das hat eine Umfrage der Sachverständigen-Organisation KÜS ergeben.

Beim Thema Fahrerassistenzsysteme waren immerhin noch zwei Drittel der Befragten positiv eingestellt: Sie erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr, kontrollieren und ergänzen die Reaktionen des Fahrers, sagen 67 Prozent. Nein sagen 33 Prozent, sie nehmen dem Fahrer zu viel ab und mindern so die dringend notwendige Konzentration.

Wird aus dem automatisierten Fahren in den nächsten zehn Jahren eine realistische Fortbewegungsart auf unseren Straßen, lautete eine weitere Frage. Ein klares Ja kam hierzu von 47 Prozent der Befragten, keine Chance für die fahrerlose Fortbewegung in den nächsten zehn Jahren sehen 53 Prozent der Befragten. Damit sind die Skeptiker knapp in der Mehrheit.

Der größere Teil der Autofahrer hält sich offenbar für besser als die Technik: 60 Prozent der Befragten meinten, dass die Erfahrung des Menschen in kritischen Situationen nicht durch die Technik ersetzt werden kann. Die Technik reagiert schneller und vor allem unbeeinflusst, sagen 40 Prozent der Autofahrer.

Sich von einem automatisiert fahrenden Auto chauffieren zu lassen, können sich lediglich 20 Prozent für ihren Alltag vorstellen. Für 80 Prozent der Umfrageteilnehmer ist klar, dass sie jederzeit Herr der Lage sein wollen und selbst bestimmen wollen, wie das Auto fährt.

Über Facebook hatte die KÜS anlässlich des Verkehrssicherheitstages Autofahrer befragt. Auf jede der vier Fragen antworteten rund 1.000 Personen.

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